Für den Ernstfall gerüstet DRK Ravensburg zeigt Vorsorge für Krisen

DRK Ravensburg zeigt Vorsorge für Krisen
Angesichts der aktuellen Waldbrände in Deutschland und Europa weist der DRK-Kreisverband Ravensburg erneut auf die Bedeutung privater Krisenvorsorge hin. In den kostenlosen Seminaren erfahren Bürgerinnen und Bürger unter anderem, wie ein Notfall-Rucksack gepackt sein sollte und wie man sich auf eine kurzfristige Evakuierung vorbereitet. (Bild: DRK)
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Ein Notfall kann schnelles Handeln erfordern. Das DRK Ravensburg zeigt ab 26. August in kostenlosen Seminaren, wie sich Bürger auf Krisen vorbereiten können.

Wichtige Medikamente, Dokumente oder persönliche Gegenstände sollten im Ernstfall nicht erst unter Zeitdruck gesucht werden müssen. Eine frühzeitige Vorbereitung kann wertvolle Zeit sparen, wenn die eigene Wohnung kurzfristig verlassen werden muss.

Aktuelle Wald- und Vegetationsbrände beschäftigten Einsatzkräfte in zahlreichen Regionen Europas. Auch in Deutschland mussten Menschen in den vergangenen Tagen vorsorglich ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Für den DRK-Kreisverband Ravensburg sind diese Ereignisse Anlass, erneut auf die Bedeutung persönlicher Krisenvorsorge hinzuweisen.

„Wenn eine Behörde zur Evakuierung auffordert, ist nicht mehr der Zeitpunkt, um erst nach wichtigen Dokumenten, Medikamenten, Ladegeräten oder persönlichen Dingen zu suchen“, sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Gerhard Krayss. „Krisenvorsorge bedeutet nicht, Angst zu haben oder Vorräte für alle denkbaren Szenarien anzulegen. Es geht darum, sich in ruhigen Zeiten einige einfache Gedanken zu machen, damit man im Ernstfall handlungsfähig ist.“

Eigenvorsorge entlastet Einsatzkräfte

Deutschland verfügt über leistungsfähige Strukturen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Bei größeren Schadenslagen können Einsatzkräfte dennoch nicht überall gleichzeitig sein.

„Am Anfang ist man als Bürgerin oder Bürger zunächst auf sich selbst gestellt, bis Hilfe eintrifft. Genau deshalb ist Eigenvorsorge so wichtig“, betont Krayss. Wer vorbereitet sei, entlaste im Ernstfall zugleich Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

In seinen Seminaren vermittelt das DRK deshalb praktisch, wie bereits mit überschaubarem Aufwand vorgesorgt werden kann.

Das gehört ins Notgepäck

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Notgepäck. Neben Waldbränden können auch Hochwasser, Großbrände, Gefahrstoffaustritte, Bombenfunde oder andere Schadenslagen dazu führen, dass ein Wohngebiet kurzfristig verlassen werden muss.

Ein vorbereiteter Notfall-Rucksack kann in einer solchen Situation wertvolle Zeit sparen. Wichtige Medikamente, persönliche Hygieneartikel, etwas Kleidung, Getränke, wichtige Kontaktdaten und weitere notwendige Gegenstände sollten griffbereit sein.

Ebenso wichtig ist eine Dokumentenmappe, in der wichtige Unterlagen geordnet aufbewahrt werden. „Die entscheidende Frage ist ganz einfach: Was brauche ich, wenn ich jetzt meine Wohnung verlassen müsste und möglicherweise einige Tage nicht zurückkehren könnte?“, erläutert Krayss.

Warnungen und Stromausfälle

In den kostenlosen Seminaren erklärt das DRK außerdem, wie die Bevölkerung im Krisenfall gewarnt wird und welche Informationswege zur Verfügung stehen. Dazu gehören unter anderem die Warn-App NINA, Sirenen und Cell Broadcast.

Weitere Themen sind die Bevorratung von Lebensmitteln und Trinkwasser, das Verhalten bei längerem Stromausfall, Kommunikationsmöglichkeiten, Erste Hilfe, die Vorbereitung einer Dokumentenmappe sowie das Notfallregister für Menschen, die im Katastrophenfall aufgrund gesundheitlicher oder anderer Einschränkungen besondere Unterstützung benötigen.

Auch gegenseitige Hilfe spielt eine wichtige Rolle. Familien sollten beispielsweise besprechen, wo sie sich treffen, wenn Mobilfunk und Internet ausfallen oder Familienmitglieder zum Zeitpunkt einer Krise an unterschiedlichen Orten sind.

„Vorsorge beginnt nicht mit einem großen Einkauf“, so Krayss. „Sie beginnt mit der Frage: Was würde ich tun, wenn ich heute Abend meine Wohnung kurzfristig verlassen müsste? Wer darauf eine Antwort hat, hat bereits einen wichtigen Schritt gemacht.“

Der DRK-Kreisverband Ravensburg bietet die Seminare „Notvorsorge, Selbsthilfe und Blackout“ kostenlos an. Interessierte erhalten dabei kompakte und praxisnahe Hinweise, wie sie sich selbst und ihre Familie auf unterschiedliche Krisensituationen vorbereiten können.

Die nächsten Termine sind am Mittwoch, 26. August 2026, von 18 bis 19.30 Uhr beim DRK-Kreisverband Ravensburg e. V., Ulmer Straße 97 in Ravensburg, am Donnerstag, 17. September 2026, von 18.30 bis 20 Uhr im DRK-Bereitschaftsheim Baienfurt-Baindt, Baindter Straße 48/1 in Baienfurt, sowie am Mittwoch, 9. Dezember 2026, von 18 bis 19.30 Uhr beim DRK-Kreisverband Ravensburg e. V., Ulmer Straße 97 in Ravensburg. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Weitere Informationen und Checklisten zu Notgepäck, Dokumentenmappe, Lebensmittel- und Wasservorräten, Kommunikation, Gesundheit und Verhalten bei Stromausfällen sowie kurze Lehrvideos gibt es unter drk-rv.de im Bereich „Angebote & Kurse“ unter „Krisensituationen“ und „Krisenvorsorge“. Die Online-Anmeldung erfolgt über das Kursportal des DRK-Kreisverbandes Ravensburg unter „Notvorsorge Selbsthilfe und Blackout“ oder über kurs-anmeldung.de.

(Quelle: DRK)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.