In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden mehrere Schüsse gegen ein Unternehmen im Ravensburger Gewerbegebiet Mariatal abgegeben. Wie die Polizei nun bekannt gab, wurde die Firma bereits zum zweiten Mal Opfer von Schussabgaben. Laut den Ermittlern handle sich um einen gezielte Tat.
Bei dem betroffenen Unternehmen handelt es sich um einen Dönerfleisch-Produzenten, der europaweit Kunden mit seinem Fleisch beliefert. Das Wochenblatt berichtete zuerst über die Tat. Nun gaben Staatsanwaltschaft und Polizei weitere Informationen bekannt, dass das Unternehmen bereits Ende Juli beschossen worden sei.
Wie eine Zeugin dem Wochenblatt berichtete, habe sie die Schüsse gemeinsam mit ihrem Lebenspartner gegen 1:30 Uhr in der Sonntagnacht wahrgenommen und die Polizei dann darüber informiert. Eine Bestätigung gab die Polizei im Bezug auf die Uhrzeit nicht: „Mehrere Zeugen haben unterschiedliche Wahrnehmungen geschildert. Die Kolleginnen und Kollegen befinden sich noch in der Auswertung und Prüfung der Schilderungen.“ Laut der Zeugin haben sie und ihr Lebenspartner die Schussgeräusche sehr schnell hintereinander wahrgenommen.
Um was für ein Kaliber es sich handelte, dazu äußerte sich die Polizei auf Anfrage nicht. Die Beamten würden auch hier noch inmitten der Überprüfungen stecken. Um die Tat schnellstmöglich aufzuklären wurde durch die Polizei eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Zu den Hintergründen der Tat äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft auch am Tag später noch nicht. Laut den Ermittlern liege jedoch Nahe, dass es sich dabei nicht um eine willkürliche Tat gehandelt habe, sondern um eine gezielte Schussabgabe gegen das Unternehmen.
Zeugen, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag Beobachtungen im Bereich Mariatal und Kreuzäcker gemacht haben, sollen sich bei der Kriminalpolizei melden. Die Telefonnummer lautet 0751 803-4443.
Einen Zusammenhang zwischen der Tat in der Hindenburgstraße vergangene Woche und dem Beschuss des Unternehmens schließt die Polizei aus. Dort wurde ein 33-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt. Auch über diese Tat berichtete das Wochenblatt.