Zahlreiche Einsatzkräfte gefordert Großbrand bei Grünkraut: 13 Menschen verletzt – 22 Kühe verendet

Großbrand bei Grünkraut: 13 Menschen verletzt – 22 Kühe verendet
In Ottershofen bei Grünkraut ist es am Mittwochabend zu einem Großbrand gekommen. (Bild: Marquardt / Wochenblatt)
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Ein Großbrand hat in der Nacht zum Donnerstag in Ottershofen einen Schaden von rund 2,5 Millionen Euro verursacht. Zwei Stallgebäude und ein Wohnhaus wurden durch das Feuer zerstört. Insgesamt 13 Menschen wurden verletzt, 22 Kühe und vier Kälber verendeten. Inzwischen gibt es neue Informationen.

Gegen 18.30 Uhr am Mittwochabend wurden die Rettungskräfte alarmiert, weil Flammen aus einem Stallgebäude schlugen. Die Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden rückten mit zunächst zahlreichen Einsatzkräften an. Menschen oder Tiere befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in dem ersten Brandobjekt.

Während der Löscharbeiten kam es in dem Gebäude zu mehreren Explosionen. Nach Angaben der Polizei waren dort Gasflaschen gelagert, die durch den Brand zur Explosion gebracht wurden. Insgesamt wurden bei den Löscharbeiten 13 Menschen verletzt. Elf Feuerwehrleute und ein Anwohner, der bei den Löscharbeiten unterstützte, erlitten bei der Explosion der Gasflaschen ein Knalltrauma. Ein weiterer Feuerwehrmann verletzte sich am Fuß.

Gegen 19.15 Uhr wurde der Brand eines weiteren Stallgebäudes in rund 100 Metern Entfernung gemeldet. In dem Stall befanden sich zahlreiche Tiere. Insgesamt verendeten 22 Kühe und vier Kälber in den Flammen. Neben den beiden Stallgebäuden brannte auch ein angebautes Wohnhaus, das zum Zeitpunkt des Brandes unbewohnt war, größtenteils ab. Durch die Explosion der Gasflaschen wurden zudem mehrere benachbarte Wohn- und Nutzgebäude teils erheblich beschädigt.

Landwirte unterstützten die Feuerwehr bei den Löscharbeiten. Mit Güllefässern brachten sie Löschwasser zu den brennenden Gebäuden. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Wohngebäude konnte nach ersten Erkenntnissen verhindert werden. In der Nacht rückte zudem ein Bagger an und zog die Brandherde auseinander, um der Feuerwehr das Löschen letzter Glutnester zu ermöglichen.

Vorsorglich wurden die Anwohner in Ottershofen aus ihren Häusern evakuiert und vom Rettungsdienst betreut. In dem Ort war es infolge der Brände zu einem kompletten Stromausfall gekommen. Die Anwohner konnten im Laufe der Nacht wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Stromversorgung wurde am Donnerstagvormittag durch einen Energieversorger wiederhergestellt. Die Feuerwehr ist weiterhin mit Nachlöscharbeiten an beiden Brandorten beschäftigt.

Nach den bisherigen Ermittlungen gibt es Anhaltspunkte dafür, dass das erste Stallgebäude aufgrund eines technischen Defekts Feuer fing. Das zweite Gebäude geriet vermutlich durch starken Wind und Funkenflug in Brand. Die Brandermittler des Polizeireviers Ravensburg gehen der Ursache weiter auf den Grund.

Insgesamt waren rund 350 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), des Technischen Hilfswerks (THW) und der Polizei an dem Großeinsatz beteiligt.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 2,5 Millionen Euro.