Talent-Event in der Volksbank Überlingen ‚Talente für die Region‘: Den künftigen Chef beim Becherstapeln kennenlernen

Mehrere Studierende waren als Talente vor Ort, um Unternehmen in der Nähe kennenzulernen.
Mehrere Studierende waren als Talente vor Ort, um Unternehmen in der Nähe kennenzulernen. (Bild: Wochenblatt)

Vergangenen Dienstag trafen sich die CEOs namhafter, regionaler Unternehmen und Studierende aus der Region in der Volksbank Überlingen in lockerer Runde. Das Ziel: Per „du“ Netzwerke knüpfen und so dem Fachkräftemangel den Kampf ansagen.

Ein Event der besonderen Art – das war ‚Talente für die Region‘ in der Volksbank Überlingen. Hier traten Firmenchefs gegen Studierende im Becherstapeln an. Neben dem Spaß steckt vor allem eine Idee hinter dem Konzept: Top-Unternehmen der Region mit den richtigen Talenten und anderen Firmen zu vernetzen.

Dazu trafen sich die Geschäftsführer, Personaler und CEOs von über 20 Unternehmen sowie 12 studentische Talente aus der Region Bodensee-Oberschwaben.

Beim Becherstapeln ging es hoch her – ein großer Spaß für alle Teilnehmer.
Beim Becherstapeln ging es hoch her – ein großer Spaß für alle Teilnehmer. (Bild: Wochenblatt)

Die Veranstaltung wurde von Philipp Gotterbarm und Jane Gronner moderiert, die das Erfolgskonzept in die Regionen Bodensee-Oberschwaben und Ulm bringen und ein entsprechendes Netzwerk etablieren möchten.

Sie sind auf einem guten Weg: Nach dem letztjährigen Treffen in Friedrichshafen war es bereits das zweite Talente-Event in der Bodensee-Region. Im Oktober 2022 fand ein Treffen in Biberach statt.

Sichtbarkeit ist für Firmen eine Herausforderung

Unternehmer und Personalleiter beklagen häufig die oft nicht vorhandene Sichtbarkeit ihrer Unternehmen bei Studierenden, so Gotterbaum. Viele regionale Firmen hätten daher keine Chance, junge Talente einzustellen, da diese die Unternehmen schlichtweg nicht kennen und sich deshalb nicht bewerben würden.

Auf dem Event waren viele namhafte Unternehmen und auch Start-Ups vertreten.
Auf dem Event waren viele namhafte Unternehmen und auch Start-Ups vertreten. (Bild: Wochenblatt)

Gronner ergänzt: „Viele Firmen haben zwar Kooperationen mit Universitäten und sind dort präsent, aber die Studierenden finden trotzdem nicht den Weg in die Unternehmen.“

Dabei ist sich Gotterbaum sicher: „Wenn ein junges Talent erstmal über die Schwelle einer Firma getreten ist und die Kultur und den Spirit dort kennenlernt, dann bleibt dieser junge Mensch auch erst einmal da.“

Per „Du“ ein Netzwerk aufbauen

Christian Gebler hat ‚Talente für die Region‘ im März 2015 in Augsburg gegründet. Seine Vision: Vernetzen, was zusammengehört.

Er erzählt: „Mein ehemaliger Professor hat bereits vor 12 Jahren gewarnt, dass es zu einem eklatanten Fachkräftemangel kommen wird und wir etwas dagegen tun müssen.“ Und weiter: „Studierende haben oftmals nur die großen, bekannten Unternehmen im Kopf, wie BMW, Porsche oder McKinsey. Vielen ist nicht klar, was für tolle Firmen es sonst noch in der Region gibt.“

So entstand die Idee zu ‚Talente für die Region‘, um Studierende mit Top-Unternehmen in ihrer Nähe und Firmen untereinander zusammen zu bringen.

Gebler betont: „Hier bietet sich die einmalige Chance, per „Du“ mit über 20 Geschäftsführern zu sprechen. Das gibt es sonst nirgends!“

Unternehmen profitieren: Generation Z bringt frischen Wind

Die Volksbank Überlingen hat bereits ein junges Talent als Praktikantin eingestellt. Christoph Eckert, Personalressort Vertrieb, zieht ein positives Resümee: „Die Generation Z kann uns als Unternehmen den Spiegel vorhalten und neue Impulse zu bestehenden Prozessen geben. Das Projekt funktioniert, wenn man offen ist!“

Praktikantin Helena Miller studiert Psychologie in Ulm und erzählt, dass sie ohne ‘Talente für die Region‘ niemals auf die Volksbank Überlingen aufmerksam geworden wäre. Sie freut sich über die neuen Erfahrungen, die sie in der Bank machen darf und ist sich sicher: „Der Erfahrungsaustausch kann für beide Seiten gewinnbringend sein.“

Bei leckerem Essen und guter Stimmung wurden fleißig Kontakte geknüpft.
Bei leckerem Essen und guter Stimmung wurden fleißig Kontakte geknüpft. (Bild: Wochenblatt)

Suche nach neuen Talenten und Unternehmen

Die auf dem Talent-Event anwesenden Studierenden verschiedener Fachrichtungen kamen überwiegend von der Hochschule Ravensburg-Weingarten und der Zeppelin Universität in Friedrichshafen. 

Generell arbeitet Talente für die Region aber mit allen Hochschulen und Universitäten der Region zusammen. Auch Unternehmen und Personalverantwortliche, die ein Netzwerk aufbauen möchten oder auf der Suche nach talentiertem Nachwuchs sind, sind herzlich willkommen.

Übrigens: Um ein Talent zu werden, muss man kein Überflieger in seinem Studiengang sein. Im Netzwerk geht es vor allem um Persönlichkeiten.

Talente-Geschäftsführer Philipp Gotterbarm kann gerne unter [email protected] kontaktiert werden.