Stiftung Liebenau engagiert sich bei der Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“

Stiftung Liebenau engagiert sich bei der Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“
Am Stand der FASD-Beratungsstelle auf der Landesgartenschau in Wangen gab es Informationen über die Auswirkungen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft. (Bild: Stiftung Liebenau)

WOCHENBLATT

„Wem schadet dein Drink?“ Unter dieser zentralen Fragestellung stellt die bundesweite Aktionswoche Alkohol vom 8. bis 16. Juni 2024 die Auswirkungen des Alkoholkonsums auf Dritte in den Fokus.

Denn: Alkohol schädigt nicht nur die, die ihn trinken, sondern wirkt sich auf andere aus. Sowohl Menschen im sozialen Umfeld als auch die Gesellschaft tragen die Konsequenzen mit. Die Stiftung Liebenau beteiligt sich in Ravensburg und Wangen mit ihrer FASD-Beratungsstelle (Fetal Alcohol Spectrum Disorder = Fetale Alkoholspektrumstörungen), die sich auf schädliche Auswirkungen von Alkohol in der Schwangerschaft spezialisiert hat, mit einem Infostand an der Aktionswoche.

Die Schädigungen beim ungeborenen Kind sind besonders gravierend durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. Bereits kleine Mengen und gelegentlicher Konsum reichen aus, um schwerste Beeinträchtigungen zu verursachen. „Alle Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD zusammengefasst und bezeichnen eine lebenslange körperliche, geistige und psychische Behinderung. Jährlich werden in Deutschland rund 10.000 Kinder mit FASD geboren“, erläutert Michael Reiser von der FASD-Beratungsstelle. Besonders tragisch daran sei, dass FASD vermeidbar ist.

FASD-Beratungsstelle

Die FASD-Beratung der Stiftung Liebenau ist Anlaufstelle für umfassende Aufklärung, Beratung und Unterstützung für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte. FASD ist vor allem eine hirnorganische Schädigung. Diese gravierende Einschränkung ist von außen nicht sichtbar. Für Menschen mit FASD bedeutet dies oft ein Leben in chronischer Überforderung, weil sie Anforderungen ausgesetzt sind, denen sie nicht gerecht werden können. Die FASD- Beratung ist gefördert von der Aktion Mensch.

Netzwerkarbeit

Die Stiftung Liebenau ist bei dieser Aktionswoche Teil eines breiten regionales Netzwerks aus Caritas Bodensee-Oberschwaben, Polizei, ZfP-Süd-Württemberg, Kreuzbund-Selbsthilfe, sowie der Kommunalen Suchtbeauftragten. Sie alle beteiligten sich an der bundesweiten Präventionskampagne mit FASD-Quiz, einem Rauschbrillenparcours, Give aways und vielen weiteren Informationen rund um das Thema Alkohol auf der Landesgartenschau in Wangen im Allgäu und in der Ravensburger Innenstadt, wo zudem noch alkoholfreie Cocktails aus dem „Low Alc – Max Fun Cocktailanhänger“ ausgeschenkt wurden.

(Pressemitteilung: Stiftung Liebenau)