Stadtwerk am See vergibt Zukunftspreis an Vereine in der Region

Stadtwerk am See vergibt Zukunftspreis an Vereine in der Region
Bewegung durch Sonnenenergie: Die Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen aus Friedrichshafen und Kressbronn bauen gemeinsam mit ihren Lehrern ein Rennauto, angetrieben durch Sonnenenergie. Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer des STADTWERKs AM SEE (stehend, 4. von rechts) übergibt dafür den STADTWERK AM SEE-Zukunftspreis an Schüler Matthis Kley, die Lehrer Burkhard Mau (stehend 3. von links), Paul Scheirle (stehend 3. von links) und Simeon Blöcher (stehend 2. von rechts) freuen sich mit seinen Kollegen und dem Projektteam. (Bild: Stadtwerk am See)

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Das Stadtwerk am See hat seinen jährlichen Zukunftspreis vergeben. Die Preisträger kommen aus allen Sparten, verteilt über die Region: Platz 1 ging in diesem Jahr an das Schülerforschungszentrum Friedrichshafen, der Landschaftspflegeverein Überlingen-Nußdorf erlangte mit seinem Einsatz für die Konstantinhalde den zweiten Platz, die Stadtverschönerer freuten sich mit ihrem Projekt „Kipp it clean“ über Platz 3. Die Preise sind mit 500 bis 2.000 Euro dotiert.

Platz 1 für das Schülerforschungszentrum Friedrichshafen: Solarcar

18 Schüler und Schülerinnen entwickeln ein Auto. Nicht irgendeins, sondern ein eigenes solarbetriebenes Auto. Mit einem klaren Ziel: Belgien. Dort findet dieses Jahr die „European Solar Challenge“ statt bei der Teams aus ganz Europa ihre sonnenbetriebenen Fahrzeuge gegeneinander antreten lassen. Die Nachwuchs-Ingenieure kommen vom Karl-Maybach-Gymnasium, vom Technischen Gymnasium, vom Graf-Zeppelin-Gymnasium Friedrichshafen und von der Realschule Kressbronn.

Betreut wird das Team von den Lehrern Paul Scheirle, Simeon Blöcher und Burkhard Mau. „Das Projekt ‚SolarCar‘ passt hervorragend zum Zukunftspreis, denn es verbindet viel, was auch uns bewegt“, erklärt Stadtwerk am See-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle die Preisvergabe: „Ökologie, E-Mobilität, Verkehrswende, Stromwende, Innovation – und die Zielstrebigkeit, hier immer vorne dabei zu sein“. Für Bürkle „passt hier alles“. Deswegen war auch schnell klar, dass unter den 21 Bewerbern das Solarcar die Nase vorn hat. Der Lohn für die Solar-Mobilisten: 2.000 Euro Preisgeld vom Stadtwerk am See.

Platz 2 Landschaftspflegeverein Nußdorf

„Dieses schöne Fleckchen Erde muss erhalten bleiben“. So fasst Angela Fuchs, Vorsitzende das Ziel des gerade einmal 18 Monate alten Landschaftspflegevereins Nußdorf, in einem Satz zusammen. Knapp 80 Ehrenamtliche kümmern sich genau darum: Pflegeschnitt an Streuobstbäumen, Entfernung von Mistelbewuchs, Neuanpflanzungen erhaltenswerter alter Sorten, versetzen Zäune für die 20 Rinder und unterstützen Weidewart Franz-Josef Zündel bei allem, was anliegt. Für dieses Engagement wurde der Verein jetzt ausgezeichnet: mit dem 2. Platz beim Stadtwerk am See-Zukunftspreis und 1.500 Euro.

 „Der Landschaftspflegeverein Nußdorf ist ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement, von dem wir alle profitieren“, erklärt Stadtwerk-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle. Denn viele wissen nicht: Streuobstwiesen wie die Konstantinhalde sind bedroht. „Fehlende Rentabilität ist der Hauptgrund warum solche Kulturlandschaften verschwinden“, erklärt die gebürtige Nußdorferin Angela Fuchs. Und so hofft der Verein mit Hilfe von Weidewart Zündel, den Rindern und den ehrenamtlichen Helfern, dieses Stück Erde zu erhalten – für Überlingen und seine Bürgerinnen und Bürger.

v.l.n.r. Alexander-Florian Bürkle (GF Stadtwerk am See) ; Angela Fuchs (1. Vorsitzende), Mechthild Knapp (Beisitzerin), Eva Wiese (2. Vorsitzende) auf der Konstantinhalde in Überlingen-Nußdorf.
v.l.n.r. Alexander-Florian Bürkle (GF Stadtwerk am See) ; Angela Fuchs (1. Vorsitzende), Mechthild Knapp (Beisitzerin), Eva Wiese (2. Vorsitzende) auf der Konstantinhalde in Überlingen-Nußdorf. (Bild: Stadtwerk am See)

Platz 3 Stadtverschönerer – Kipp it clean

Zweimal wöchentlich laufen sie – die Stadtverschönerer Überlingens – und sammeln Müll und weggeworfene Kippen am Seeufer, auf Grünflächen und im Stadtgebiet. „Kipp it clean“ heißt ihr Projekt, das beim Stadtwerk am See-Zukunftspreis den dritten Platz belegte. „Jeder von uns kennt die halbjährlichen Seeputzete. `Kipp it clean` legt hier noch eine Schippe drauf und engagiert sich intensiver und damit nachhaltiger“, erklärt Stadtwerk-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle anerkennend bei der Preisübergabe.

Die Initiative macht außerdem auf die große Umweltproblematik, die durch weggeworfene Kippen entsteht, aufmerksam. „Die Kampagne „Kipp it clean“ ist ein Weckruf für unser aller Bewusstsein, eine Quelle der Information und bietet greifbare Lösungen für eine saubere Stadt. Herzlichen Dank dafür an unsere engagierten Stadtverschönerer“, so Oberbürgermeister Jan Zeitler. Das Konzept begeistert nicht nur die Überlinger, sondern strahlt über dessen Grenzen hinaus.

„Viele Gemeinden der Umgebung haben uns bereits kontaktiert und möchten ähnliche Gruppen initiieren“ erzählt Mitstreiterin Anna-Maria Allweier. Das Projekt läuft gut. Und so kümmern sich die Stadtverschönerer inzwischen nicht nur um weggeworfene Kippen, sondern unterstützen beispielsweise beim Aufbau von Insektenhotels oder in der Bepflanzung neuer Biodiversitätsflächen in den der städtischen Grünanlagen.

Stadtwerk-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle, umringt von den Stadtverschönerern.
Stadtwerk-Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle, umringt von den Stadtverschönerern. (Bild: Stadtwerk am See)

Der Stadtwerk am See-Zukunftspreis wird bereits zum vierten Mal vergeben. Die Ausschreibung richtet sich an Initiativen, „die unsere Region ein Stück ökologischer, vielfältiger und lebenswerter machen“, so das Stadtwerk in einer Medieninfo. Die Preisträger der Plätze 4 bis 10 erhalten jeweils 500 Euro: Kinderschutzbund Friedrichshafen, Musikverein Altheim, Jugendrotkreuz Salemenertal, Tennisclub Uhldingen, TIOGA e.V., Bruderhaus Diakonie Friedrichshafen und der SC Friedrichshafen.

(Pressemitteilung: Stadtwerk am See)