DRK Bergwacht Württemberg: „Wir bringen die Notfallmedizin ins Gelände“

Die Bergwacht Württemberg, als Teil des komplexen Hilfesystems des DRK, steht ganzjährig rund um die Uhr für die Bürger in Notsituationen zu Hilfeleistungen bereit.
Die Bergwacht Württemberg, als Teil des komplexen Hilfesystems des DRK, steht ganzjährig rund um die Uhr für die Bürger in Notsituationen zu Hilfeleistungen bereit. (Bild: BW Württemberg)

Die diesjährige Herbsttagung der 19 DRK Bergwachten Württemberg fand in Friedrichshafen statt. Präsentiert wurden die Einsatz- und Tätigkeitszahlen für die Monate Januar bis Oktober 2023. Spitzenreiter bei den Einsätzen waren Wanderunfälle, gefolgt von Mountainbikeunfällen.

Die Bergwacht Württemberg, als Teil des komplexen Hilfesystems des DRK, steht ganzjährig rund um die Uhr für die Bürger in Notsituationen zu Hilfeleistungen bereit. Rund 700 ehrenamtlich aktive Mitglieder übernehmen den Rettungsdienst auf der Schwäbischen Alb und im württembergischen Allgäu in unwegsamem Gelände und bei Outdoorveranstaltungen. „Wir bringen die Notfallmedizin ins Gelände“ bringt der Bergwacht Landesleiter Armin Guttenberger die Arbeit der Bergwacht in Württemberg auf den Punkt.

Bergwacht stark gefordert

Im Bereich der Rettung aus unwegsamem Gelände wurden die Einsatzkräfte der Bergwacht 484-mal alarmiert, 64-mal wurden die Einsätze allerdings abgebrochen beziehungsweise waren es Fehleinsätze. Lässt man die 38 Einsätze, bei denen Bergwachteinsatzkräfte als Helfer vor Ort alarmiert wurden, außer Acht, zeigt das Einsatzranking eine deutliche Tendenz: das veränderte Freizeitverhalten und die vermehrten Aktivitäten in der Natur spiegeln sich in den Einsatzzahlen der Bergwachten wider.

Spitzenreiter sind demnach die Wanderunfälle (77) und Mountainbikeunfälle (50), gefolgt von sonstigen Erste-Hilfe-Leistungen (26) und internistischen Notfällen (24). 32-mal wurden die Unterstützung durch Einsatzkräfte der Bergwachten bei Suchaktionen angefordert. Dass die Schwäbische Alb auch für Outdoorsportler attraktiv ist sieht man an den Einsatzzahlen, denn bei Unfällen bei sogenannten Risikosportarten waren die Rettungsspezialisten der Bergwacht ebenfalls gefordert.

Die Bergwacht betreut eine verletzte Person.
Die Bergwacht betreut eine verletzte Person. (Bild: BW Württemberg)

Bereich Bergrettung: 5.637 ehrenamtliche Einsatzstunden

So wurden diese unter anderem zu Kletterunfällen (10), Flugunfällen (9) und sonstigen Sportunfällen (16) gerufen. Elfmal mussten sie ihre Fachkompetenz bei Arbeitsunfällen, hauptsächlich im Bereich der Waldarbeit, und bei Verkehrsunfällen (9) einbringen. 13-mal wurden Tote aus unwegsamem Gelände, meist auf Anforderung der Polizei, durch Bergwachtangehörige geborgen. Aber auch zu Tierrettungen (3) und Hilfeleistungen (2) waren sie im Einsatz.

Insgesamt leisteten Angehörige der Bergwacht Württemberg im Bereich des Bergrettungsdienstes 5 637 ehrenamtliche und unentgeltliche Einsatzstunden, 226-mal während der Arbeitszeit. Aus ihrem Gründungsgedanken heraus, die Natur zu schützen war die Bergwacht Württemberg als anerkannte Naturschutzorganisation 507-mal mit insgesamt 4.343 Stunden im Naturschutz und der Landschaftspflege tätig. Um die hohe Qualität der Ausbildung der Bergretter zu gewährleisten, investierten diese 23.750 Stunden in Aus- und Weiterbildung in Form von Übungen und Ausbildungsabenden.

(Quelle: DRK Bergwacht Württemberg)