Verzögerung Rechtsstreit verhindert Bauvorhaben in Riedlingen

Rechtsstreit verhindert Bauvorhaben in Riedlingen
Das Areal an der Holzbrücke (ehemals Bauer Braun): Rechtsauseinandersetzungen verhindern nach dem Abriss des Gebäudes den Beginn des Neubaus. (Bild: Maximilian Kohler)

Am Dienstag, 16. September, berichteten wir über schleppende oder noch nicht umgesetzte Bauvorhaben in Riedlingen. Die CDU-Fraktion im Riedlinger Gemeinderat hatte deswegen offiziell bei der Stadtverwaltung nach den Gründen, für die nicht beendete Maßnahme einer Straße im Teilort Zell, dem Stillstand beim Umbau des Cafés Hammer und der ruhenden Baumaßnahme auf dem Areal Braun (bei der Holzbrücke) nachgefragt. Nun gibt es erste Erkenntnisse.

Dem Vernehmen nach war das schlechte Wetter zu Jahresbeginn dafür verantwortlich, dass es zu Verzögerungen bei der Fertigstellung, die bis Ende August vorgesehen waren, kam. Doch noch vor dem Winter sollen die Arbeiten „Hinter den Zäunen“ abgeschlossen werden.

Bauvorhaben landet vor Gericht

Ganz andere Gründe für einen Stillstand gibt es bei der Baustelle an der Holzbrücke. Wir sprachen mit Manfred Spähn (Spähn GmbH, Deppenhausen). Dieser berichtete, dass das Bauvorhaben und das Baugesuch minutiös vorbereitetet wurde: „Wir hatten eine starke Unterstützung seitens der Stadtverwaltung. Zusammen haben wir alle Hürden aus dem Weg geräumt, um einen rechtssicheren Bauantrag stellen zu können. Auch die Belange der Anwohner haben wir sorgsam berücksichtigt. Zudem wurden alle beteiligten Behörden, wie z. B. das Denkmalamt eingebunden,“ so Spähn. Nach seinen Worten war deshalb die von Anliegern eingebrachte Klage gegen das Vorhaben ein nicht erwarteter Rückschlag: „Damit stand fest, dass wir deshalb bis zum Gerichtsentscheid keine Bautätigkeiten aufnehmen konnten,“ betonte Spähn. Nachdem, das Urteil gesprochen war, wartete die Firma erst einmal ab, ob die Klage in die zweite Instanz gehen würde. Spähn dazu: „Wir hofften, dass wir nach Ende der Einspruchsfrist gegen das Urteil endlich loslegen konnten. Doch es kam anders, die Kläger erhoben Widerspruch gegen das Urteil und nun müssen wir erneut abwarten, wie das zuständige Gericht entscheidet.“

Spähn führte aus, dass auf dem Areal mehrere Wohnungen geplant sind. „Das Erdgeschoss soll überbaut werden. Hier sollen Stellplätze für Fahrräder und Fahrzeuge geschaffen werden. Der Gesprächspartner versicherte, dass das Bauvorhaben sicher ein Gewinn für die Stadt sei: „Wir wissen, dass unsere Bauten eine Visitenkarte unseres Betriebes sind. Dementsprechend legen wir einen großen Wert auf eine gute Planung und eine sorgfältigste Bauausführung.“

Dauerbaustelle: Der Anblick des ehemaligen Cafés Hammer von der Donaustraße und der Hindenburgstraße passt so gar nicht zur sonst so herausgeputzten Innenstadt.    

Keine Neuigkeiten beim Café Hammer

Einen wenig schönen Anblick im Stadtbild liefert, das seit Jahren im Umbau befindliche Café Hammer. Unsere Recherche in der Sache war bisher ergebnislos. Ob und wann die Umbaumaßnahme fortgesetzt wird, kann deshalb nicht beurteilt werden.