Ochsenhausen stellt E-Carsharing-Angebot vor

Neues eCar zum Sharing in Aulendorf: Ein Renault Zoe.
Neues eCar zum Sharing in Aulendorf: Ein Renault Zoe. (Bild: Stadt Ochsenhausen)

WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Ein Renault Zoe steht ab sofort an der nördlichen Giebelseite des Rathauses Ochsenhausen als Teilauto den Bürgern zur Verfügung. Damit wird das vom Energieteam der Stadt initiierte E-Carsharing-Projekt mit einem neuen Partner umgesetzt.

„Ich freue mich, dass wir es damit den Bürgern ermöglichen, auch ohne eigenes Auto flexibel unterwegs zu sein“, erklärte Bürgermeister Andreas Denzel bei der Fahrzeugübergabe. Die überall GmbH aus Prien am Chiemsee konnte dafür als Partner gewonnen werden.

Nachdem das Projekt im Januar überraschend verschoben werden musste, weil der ursprünglich vorgesehene Vertrag mit einem Anbieter aus Hamburg nicht zustande kam, hatte sich das Ochsenhauser Energieteam intensiv um einen neuen Partner bemüht. Im Mai hatte sich dann der Ausschuss für Umwelt und Technik für das Angebot der bayrischen Firma überall GmbH entschieden. Ochsenhausen ist für die Firma der erste Standort in Baden-Württemberg.

Matthias Trenkler, einer der Geschäftsführer der Firma, stellte am Freitag (14. Juli) vor, wie die Nutzung des Teilautos funktioniert: Die Nutzer laden eine App auf ein mobiles Endgerät, legen dort ihr Fahrerprofil an und validieren ihren Führerschein.

Für die Validierung sind sowohl der Führerschein als auch der Personalausweis notwendig. Dann kann das Fahrzeug mit der App gebucht werden und steht für die gewünschte Fahrt zur Verfügung. „Wer seinen Führerschein nicht selbst online validieren kann, dem hilft unser Bürgerbüro gerne dabei“, versicherte Bürgermeister Denzel.

Wer die MOQO-App heruntergeladen und sich erfolgreich registriert hat, kann den Renault Zoe nutzen. Dafür fallen Kosten von 2,50 Euro pro Stunde zuzüglich 0,25 Euro pro gefahrenem Kilometer an. Für einen ganzen Tag bezahlen die Nutzer eine Pauschale von 25 Euro oder 49 Euro für ein Wochenende jeweils zuzüglich der Kilometerpauschale.

Die Stadt Ochsenhausen unterstützt das Vorhaben durch die Installation einer Wallbox und stellt dafür einen ihrer Mitarbeiterparkplätze zur Verfügung. Der Parkplatz wird entsprechend gekennzeichnet und auch das Auto wird dank des aufgedruckten Logos leicht erkennbar sein. Außerdem wurde vertraglich geregelt, dass die Stadt Ochsenhausen einen monatlichen Festbetrag von rund 1 000 Euro übernimmt, sie dafür aber 75 Prozent der Nettoumsätze aus der Vermietung des Fahrzeugs erhält. Der Vertrag wurde zunächst für zwei Jahre abgeschlossen.

Bürgermeister Denzel wies bei der Fahrzeugübergabe darauf hin, dass sich die Stadt Ochsenhausen als Teilnehmerin am European Energy Award unter anderem die Förderung von umweltfreundlicher Mobilität auf die Fahnen geschrieben habe. Deshalb wolle man es den Bürgern mit dem Teilauto ermöglichen, sich auch ohne eigenes Fahrzeug flexibel fortzubewegen. Er hoffe nun ebenso wie das Energieteam und der Gemeinderat, dass das Angebot auch rege genutzt werde.

(Pressemitteilung: Stadt Ochsenhausen)