Bürgerstiftung fördert Projekt „Zweitzeugen“ an Grundschulen

Scheckübergabe mit: Hans Fleschhut, Manuela Schick (Bronner-Berg-Grundschule), Louisa Hübers (Zweitzeugen e.V.), Stefanie Schiener (Friedrich-Uhlmann-Schule), Tanja Conde (Anna-von-Freyberg-Grundschule), Christina Tacken (Zweitzeugen e.V.), Frank Schneider.
Scheckübergabe mit: Hans Fleschhut, Manuela Schick (Bronner-Berg-Grundschule), Louisa Hübers (Zweitzeugen e.V.), Stefanie Schiener (Friedrich-Uhlmann-Schule), Tanja Conde (Anna-von-Freyberg-Grundschule), Christina Tacken (Zweitzeugen e.V.), Frank Schneider. (Bild: Laupheimer Bürgerstiftung)

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Die Laupheimer Bürgerstiftung unterstützt zwei Schulprojekte an den Grundschulen Anna-von-Freyberg und Bronner Berg mit insgesamt 2.400 Euro. Mit der Spende wird das Zweitzeugenprojekt in allen vierten Klassen der beiden Schulen ermöglicht. 

Der bundesweit aktive Verein Zweitzeugen e.V. ermutigt und befähigt junge Menschen, durch das Weitergeben der Geschichten von Überlebenden des Holocaust selbst zu zweiten Zeugen zu werden, und sich gegen Antisemitismus und andere Diskriminierungsformen im Heute einzusetzen.

Während der Schulworkshops wird von einem Zweitzeugen eine Lebensgeschichte passend zum Alter der Kinder gemeinsam mit den Schülern bearbeitet. Das Ziel der Zweitzeugen ist es auch, junge Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Antisemitismus zu machen. Ziel ist die Herausarbeitung, dass die Schüler keinen Unterschied zwischen Menschen unterschiedlicher Religion, Hautfarbe oder Herkunft machen.

Die Bürgerstiftung hatte im vergangenen Jahr bereits das Zweitzeugen-Projekt an der Friedrich-Uhlmann-Gemeinschaftsschule unterstützt. Deren Schulsozialarbeiterin Stefanie Schiener war bei der Spendenübergabe auch mit vor Ort und hat die Wirksamkeit und die Präventionswirkung des Programms betont. Laut Tanja Conde von der Anna-von-Freyberg-Schule und Manuela Schick von der Grundschule Bronner Berg wäre dies ohne Unterstützungen wie die der Laupheimer Bürgerstiftung aktuell nicht möglich.

Deren stellvertretender Stiftungsrats-Vorsitzender Hans Fleschhut betont, wie stark auch der Bürgerstiftung das Thema Erinnerungskultur am Herzen liegt, vor allem da die jüdische Gemeinde in der Geschichte Laupheims eine ganz besondere Stellung hat. Laut Vorstandsmitglied Frank Schneider will die Bürgerstiftung mit dieser Förderung auch dazu beitragen, dass junge Menschen in Laupheim bereits frühzeitig für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden.

Die Mittel für das Projekt kommen aus dem „Stiftungsfonds für jüdische Geschichte“ der Bürgerstiftung, welcher Anfang des Jahres aus der Zulegung der Stiftung zur Förderung des Museums für Christen und Juden in Laupheim entstanden ist.

(Pressemitteilung: Laupheimer Bürgerstiftung)