Bürgerstiftung fördert Pilotprojekt „Demenz-WG“ in Laupheim

Freude bei der Scheckübergabe bei Monika Adolph (links, Pflegedienstleitung Sozialstation), Bettina Michelis (mitte, Leiterin Seniorenzentrum), Dr. Armin Krieglsteiner (rechts, Bürgerstiftung) und dazwischen zwei der drei Bewohnerinnen.
Freude bei der Scheckübergabe bei Monika Adolph (links, Pflegedienstleitung Sozialstation), Bettina Michelis (mitte, Leiterin Seniorenzentrum), Dr. Armin Krieglsteiner (rechts, Bürgerstiftung) und dazwischen zwei der drei Bewohnerinnen. (Bild: Laupheimer Bürgerstiftung)

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Die Laupheimer Bürgerstiftung unterstützt die Gründung einer „Demenz-WG“ in Laupheim mit 2.500 Euro für die Erstausstattung. Die vom Seniorenzentrum Laupheim und der dazugehörigen Sozialstation Laupheim-Schwendi getragene Wohngemeinschaft soll ein Leuchtturmprojekt für die ganze Region werden.

Die Idee der Gründung einer solchen Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz kam von Monika Adolph, die als Pflegedienstleitung der Sozialstation Laupheim-Schwendi bereits langjährige Erfahrung mit der Betreuung von Menschen mit Demenz hatte.

Schon seit längerer Zeit war sie gemeinsam mit Bettina Michelis (Leiterin des Seniorenzentrum Laupheim) auf der Suche nach einem geeigneten Haus für die erste Wohngemeinschaft. Im jetzt angemieteten Gebäude im Wohngebiet Klausenteich hatte die Sozialstation sogar vor einigen Jahren die Pflege der damaligen Besitzerin übernommen, sodass bereits ein Bezug zum Haus bestand. Laut Monika Adolph soll in Demenz-WGs Wohnraum für Menschen geschaffen werden, die einen erhöhten Betreuungsbedarf haben, jedoch auf Grund ihrer Erkrankung nicht zwangsläufig in ein Pflegeheim müssen. Jede der drei Bewohnerinnen hat in den letzten Wochen ein eigenes Zimmer bezogen, welches mit Möbeln aus dem jeweiligen bisherigen Zuhause ausgestattet wurde. „So nehmen unsere Bewohnerinnen ein Stück Heimat mit in ihr neues Zuhause“, so Adolph.

Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, Badezimmer und die schön eingewachsene Terrasse werden wie in einer klassischen WG von allen Bewohnerinnen gemeinsam genutzt. Der einzige Unterschied: Hier wohnt zusätzlich noch eine 24-Stunden-Pflegekraft mit im Haus, die sich um die Bewohnerinnen kümmert. Montags und freitags sind die Bewohnerinnen tagsüber in der Tagespflege, Dienstag bis Donnerstag vormittags in der Betreuungsgruppe Lichtblick, nach der auch das „Haus Lichtblick“ benannt wurde.

Dr. Armin Krieglsteiner vom Stiftungsrat der Laupheimer Bürgerstiftung hatte sich vor Ort ein Bild der Wohnsituation gemacht und die ersten drei Bewohnerinnen der Wohngemeinschaft kennengelernt. Auch Stiftungsvorstand Christian Striebel war mit vor Ort und zeigte sich begeistert vom neuen Konzept: „Im Haus Lichtblick wird Menschen mit Demenz ermöglicht, ein Stück Heimat mitzubringen und in schöner Umgebung zu wohnen.“

Mit der Anschubfinanzierung in Höhe von 2.500 Euro für die Erstausstattung möchte die Laupheimer Bürgerstiftung einen Beitrag leisten, dass dieses Pilotprojekt zudem Vorbild für weitere Wohngruppen für Menschen mit Demenz wird. Seniorenzentrum-Leiterin Bettina Michelis schwebt bereits eine größere Wohngruppe mit bis zu zwölf Bewohnern vor. Eine längere Warteliste an Interessenten gäbe es bereits, so Michelis, „wir sind noch auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten“.

(Pressemitteilung: Laupheimer Bürgerstiftung)