Barrierefreier Ausbau Laupheim modernisiert Bushaltestellen für mehr Barrierefreiheit

Laupheim modernisiert Bushaltestellen für mehr Barrierefreiheit
Die Rollifanten vom TSV und der VdK testeten bei einer Probefahrt die neuen Busse und barrierefreien Haltestellen. (Bild: Stadt Laupheim)
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Laupheim baut den öffentlichen Nahverkehr barrierefrei aus. Erste modernisierte Haltestellen bestehen jetzt einen Praxistest.

Mit dem Abschluss des ersten Bauabschnitts zum barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet Laupheim hat die Stadt insgesamt 14 Haltestellen modernisiert. Menschen mit Gehbehinderungen, Familien mit Kinderwagen sowie Radfahrerinnen und Radfahrer sollen den öffentlichen Nahverkehr dadurch komfortabel und sicher nutzen können.

Die Haltestellen verfügen nun über erhöhte Bordsteinkanten, taktile Leitsysteme sowie ausreichend Platz für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen. Die Stadtwerke Laupheim stellen außerdem Wartehäuschen, die Beschilderung und die elektronische Fahrplanauskunft bereit.

Praxistest mit Rollstuhl und Kinderwagen

Am 6. Mai haben die „Rollifanten“ und der VdK den Laupheimer Nahverkehr einem Praxistest unterzogen. Mit Rollstühlen, Rollatoren, Krücken und Gehhilfen wurden Ein- und Ausstieg sowie die Barrierefreiheit im Busalltag überprüft.

Auch Oberbürgermeister Ingo Bergmann nahm an dem Test teil und absolvierte diesen mit einem Kinderwagen.

Das Fazit des Testtages fiel positiv aus. Sowohl die ausgebauten Haltestellen als auch die Niederflurbusse bestanden den Praxistest.

Weitere Haltestellen geplant

Parallel zum Abschluss des ersten Bauabschnitts wurden Anfang 2025 die Planungen für sieben weitere Haltestellen aufgenommen. Fünf davon liegen in den Ortsteilen Bihlafingen/Schule, Baustetten/Schule, Obersulmetingen/Bischof-Ulrich-Straße und Untersulmetingen/Sportplatz sowie zwei in der Ferdinand-Raff-Straße in der Kernstadt.

Die Haltestelle Bihlafingen/Schule befindet sich bereits im Umbau. Die Ferdinand-Raff-Straße wird im Zuge des Neubaus der Linksabbiegerspur „Klostergarten“ umgesetzt und soll bis Jahresende fertiggestellt werden. Die übrigen Standorte folgen schrittweise bis Ende 2029.

Die Finanzierung erfolgt je zur Hälfte durch die Stadt Laupheim und Fördermittel des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG).

„Barrierefreie Mobilität ist keine Kür, sondern eine Pflicht. Wir gestalten unseren ÖPNV so, dass er für alle zugänglich ist – heute und in Zukunft“, betont Oberbürgermeister Ingo Bergmann.

Mit dem weiteren Ausbau setzt Laupheim nach eigenen Angaben ein Zeichen für eine inklusive Stadtgesellschaft. Gleichzeitig sollen die Investitionen die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs für alle Generationen stärken.

(Quelle: Stadt Laupheim)