200 Jahre Städtisches Forstamt Jubiläumswaldtag im Burrenwald Biberach

Jubiläumswaldtag im Burrenwald Biberach
Die Mitarbeiter des Städtischen Forstamts mit Forstamtsleiter Matthias Eckert (vorne, zweiter von links). (Bild: Stadt Biberach)

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Die Stadt Biberach lädt am Sonntag, 17. September, von 10 bis 17 Uhr, in den Burrenwald zum großen Jubiläumswaldtag ein. Anlass ist der 200-jährige Geburtstag des Städtischen Forstamts, das 1823 etabliert wurde und heute das älteste kommunale Forstamt Baden-Württembergs ist.

Die königliche Kreisregierung genehmigte im Oktober 1822 die Einstellung eines Forstverwalters für die Stadt- und Hospitalwaldungen, um die „längst vernachlässigten Wälder“ zu bewirtschaften.

Paul Viktor Tritschler, der vom 1. Juli 1823 bis zum 31. Januar 1868 seinen Dienst als Forstverwalter versah, übernahm dieses Amt am 1. Februar 1868 von seinem Vater Paul Hermann Tritschler und hatte es bis 1896 inne. Auf ihn folgten die Forstverwalter Dr. Christian Köhler (1896–1920), Max Stark (1920–1956), Dr. Julius Koch (1956–1983), Hans Beck (1983–2015) und Markus Weishaupt (2015–2022).

Der aktuelle Forstamtsleiter Matthias Eckert ist der achte Forstverwalter in der 200-jährigen Geschichte des Städtischen Forstamts. Neben den drei Revierleitern und sechs Forstwirten sind zusätzlich zum Forstamtsleiter drei Kolleginnen in der Verwaltung tätig. Das Forstamt wurde zwischenzeitlich auch als Ausbildungsstelle zugelassen. Zum Ausbildungsstart im September beginnen eine Anwärterin sowie ein Anwärter die Ausbildung zur Forstwirtin beziehungsweise zum Forstwirt.

Das Städtische Forstamt bewirtschaftet insgesamt 2.300 Hektar Wald der Stadt und des Hospitals Biberach. Der Wald besteht zu zwei Dritteln aus Nadelbäumen und zu einem Drittel aus Laubbäumen. Die aktuell häufigste Baumart ist die Fichte. Insgesamt verfügen Stadt- und Hospitalwald über einen Holzvorrat von einer Million Festmeter Holz. Der geplante Holzeinschlag beträgt im Durchschnitt jährlich 23.000 Festmeter. Der Wald erstreckt sich von Burgrieden und Ringschnait im Norden und Osten bis nach Muttensweiler und Ahlen im Süden und Westen.

Er ist in 28 Distrikte und drei Reviere eingeteilt. Neben der Bewirtschaftung des Stadt- und Hospitalwalds ist das Städtische Forstamt für die Beratung und Betreuung des Privatwalds auf den Gemarkungen der Stadt Biberach (500 Hektar) als Forstbehörde zuständig.

Um allen Interessierten die Gelegenheit zu geben, die Arbeiten des Städtischen Forstamts kennenzulernen, findet anlässlich der Heimattage ein großer Jubiläumswaldtag am Sonntag, 17. September, statt. Der Tag startet um 10 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst auf dem Burrenspielplatz.

Nach den offiziellen Grußworten, die musikalisch von der Parforcehornbläsergruppe des Hegerings Biberach umrahmt werden, erfahren Kinder und Erwachsene ab 12 Uhr bei einem Waldparcours mit zehn Themenstationen und einem Quiz mehr über den Wald und das Forstamt.

Der Waldparcours bietet Informationen rund um die Themen Forstpflanzenwahl in Zeiten des Klimawandels, plenterartige Dauerwaldbewirtschaftung, integrierter Waldschutz, Biodiversität, Naturpädagogik sowie den Ausbildungsberuf zum Forstwirt und zur Forstwirtin. Die mechanisierte Holzernte wird vor Ort mit großen Gerätschaften gezeigt.

Außerdem stellt sich die Kreisjägervereinigung vor. Freihandkunst mit der Motorsäge, bei der kunstvolle Tiere mit der Kettensäge geschaffen werden, und das Betreiben einer mobilen Bandsäge sind weitere Höhepunkte. dieses Jubiläumswaldtags. Der Waldtag kann kostenlos und ohne Anmeldung besucht werden.

Der Kletterwald Biberach hat an diesem Tag ebenfalls geöffnet und bietet Klettern zum halben Preis: Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene können für 10 Euro drei Stunden klettern, Kinder und Jugendliche bis 13 Jahre für 8 Euro.

(Pressemitteilung: Stadt Biberach)