Von der Pflanze zum feinen Gewebe Steinzeitliche Flachsverarbeitung im Federseemuseum Bad Buchau

Weberin Hildegard Igel beim Weben.
Weberin Hildegard Igel beim Weben. (Bild: Federseemuseum Bad Buchau)

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Diesen Sonntag präsentieren Leinbäuerin Regina Lutz und Weberin Hildegard Igel von 13 bis 17 Uhr den langen Weg von der Leinpflanze zum Stoff. Im Federseemoor haben sich seltene feine Gewebe aus Flachs erhalten, die rund 5000 Jahre alt sind.

Trotz ihres unspektakulären Aussehens sind sie eindrucksvolle Zeugen von innovativen Techniken und Neuerungen. Durch die Spezialisierung der Bewohner der Siedlung Alleshausen „in den Grundwiesen“ gerade auf den Leinanbau und -verarbeitung kann in dieser Zeit sogar eine erste Veränderung in den sozialen Strukturen nachgewiesen werden.  

Regina Lutz beim Spinnen mit einer Handspindel.
Regina Lutz beim Spinnen mit einer Handspindel. (Bild: Federseemuseum Bad Buchau)

Ausgehend von den Geweberesten und den ebenfalls nachgewiesenen Arbeitsgeräten stellt Frau Lutz die einzelnen Schritte vom Brechen der Leinstängel bis zum Verspinnen der Fasern vor. Frau Igel zeigt den Fortgang und verwebt mit den gleichen Methoden wie in der Steinzeit die Leinfäden zu feinen Stoffen.

(Pressemitteilung: Federseemuseum Bad Buchau)