Betrugsmasche Benzinbettler verursacht Unfall bei Bad Buchau

Benzinbettler verursacht Unfall bei Bad Buchau
Ein 37-Jähriger soll an einer Landstraße bei Bad Buchau eine Notlage vorgetäuscht und Autofahrer um Geld gebeten haben. Auf seiner anschließenden Flucht kam es zu einem Verkehrsunfall mit erheblichem Sachschaden. (Symbolbild: Pixabay)
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Ein 37-Jähriger soll an einer Landstraße bei Bad Buchau eine Notlage vorgetäuscht und Autofahrer um Geld gebeten haben. Auf seiner anschließenden Flucht kam es zu einem Verkehrsunfall mit erheblichem Sachschaden.

Aggressives Betteln an Bushaltestelle

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag gegen 13.45 Uhr an der Bushaltestelle Henauhof an der L 275. Ein 37-jähriger Mann hatte dort seinen VW-Van mit rumänischer Zulassung abgestellt und mit Gesten auf eine angebliche Notsituation aufmerksam gemacht. Dadurch brachte er einen 60-jährigen Autofahrer zum Anhalten.

Nach Angaben der Polizei soll der Mann den Autofahrer und dessen Beifahrerin in aggressiver Weise um Geld für Diesel gebeten haben, um seine Fahrt fortsetzen zu können. Als das Paar die Forderung ablehnte, schlug der 37-Jährige aus Wut mit der flachen Hand auf das Autodach. Ein Schaden entstand dabei offenbar nicht.

Unfall bei Wendemanöver

Anschließend stieg der mutmaßliche Betrüger in sein Fahrzeug und fuhr in Richtung Bad Buchau davon. Kurz darauf wendete er seinen VW offenbar unachtsam auf der Fahrbahn. Dabei übersah er einen von rechts kommenden Mercedes, der von einem 38-Jährigen gesteuert wurde.

Trotz eines Ausweichmanövers des Mercedesfahrers kam es zu einer Kollision. Der Mercedes kam von der Straße ab und landete rund 50 Meter entfernt in einem Acker. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Tank war nicht leer

Die Polizei Bad Schussenried nahm den Unfall auf und stellte dabei fest, dass der Tank des VW noch zu mehr als einem Viertel mit Diesel gefüllt war. Nach Einschätzung der Ermittler hatte der 37-Jährige vermutlich eine Notlage vorgetäuscht, um sich Bargeld zu erschleichen.

Der Mann wurde vorübergehend auf ein Polizeirevier gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam er wieder auf freien Fuß.

Zwei Anzeigen und hoher Sachschaden

Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Den Schaden an VW und Mercedes schätzt die Polizei auf jeweils rund 4.000 Euro. Gegen den 37-Jährigen wurden zwei Anzeigen erstattet.

Hinweis der Polizei

Die Polizei warnt erneut vor sogenannten „Benzinbettlern“. Dabei handelt es sich häufig um Mitglieder überregional agierender Gruppierungen. Die Vorgehensweise ist meist ähnlich: Es wird ein angeblicher Benzinmangel vorgetäuscht, um an Bargeld zu gelangen. Angebote wie das Tanken oder ein Fahrdienst werden in der Regel abgelehnt.

Die Polizei rät, in solchen Situationen misstrauisch zu sein und im Zweifel die Polizei zu verständigen. Diese kann gegebenenfalls Hilfe leisten oder Hinweise zum richtigen Verhalten geben.

(Quelle: Polizeipräsidium Ulm)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.