Verbraucherschutz im Fokus der Grünen Landtagsabgeordneten

Andrea Bogner-Unden MdL (2. v.l.) und Armin Waldbüßer MdL (3. v.l.) mit Mirjam Zeiher und Paul-Hermann Reiser beim Besuch des CVUA Sigmaringen.
Andrea Bogner-Unden MdL (2. v.l.) und Armin Waldbüßer MdL (3. v.l.) mit Mirjam Zeiher und Paul-Hermann Reiser beim Besuch des CVUA Sigmaringen. (Bild: Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg)

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Kürzlich besuchten die Grünen Landtagsabgeordneten Andrea Bogner-Unden und Armin Waldbüßer (Wahlkreis Neckarsulm) das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Sigmaringen. Armin Waldbüßer ist als MdL zuständig für das Thema Verbraucherschutz.

Erst letzte Woche veröffentlichte das CVUA seinen Jahresbericht für das Jahr 2022. Mit dem Ergebnis: Von den insgesamt 8124 Proben von Lebensmitteln, Trinkwasser und Tabakwaren waren nur 30 gesundheitsgefährdend. Jährlich werden in Sigmaringen ca. 10.000 amtlich erhobene Lebensmittel-, Trinkwasser- und Tabakproben auf ihre Übereinstimmung mit rechtlichen Vorgaben überprüft.

Bei ihrem Besuch bekamen die Landtagsabgeordneten durch die Amtsleiterin Mirjam Zeiher einen tieferen Einblick in die Organisation und Arbeitsweise des Untersuchungsamtes. Bei genauerer Betrachtung der Zahlen wird der große Umfang und die Verantwortung des Untersuchungsamtes in Sigmaringen deutlich.

Von den oben genannten 8.124 Proben, war zwar nur ein kleiner Teil gesundheitsgefährdend, aber davon immerhin 16% Rechtsverstöße. Das bedeutet, dass bei mehr als 1.200 Proben im Jahr 2022 geltende Gesetze, Verordnungen oder Vorschriften im Zusammenhang mit Lebensmitteln nicht richtig beachtet wurden.

Neben dem Gesundheitsschutz kommt also insbesondere dem Schutz der Verbraucher vor Täuschung durch irreführende Kennzeichnung und Aufmachung bei Lebensmitteln, Trinkwasser und Tabakerzeugnissen eine besondere Bedeutung zu.

Andrea Bogner-Unden MdL und Armin Waldbüßer MdL konnten sich zudem vor Ort über die Untersuchungsmethoden informieren. Dabei bekamen die Abgeordneten die Möglichkeit die Labore der Abteilung 1, 2 und 3 genauer kennenzulernen. Dort werden mit modernster Messtechnik insbesondere Aromen und Tabak, Wasser und pflanzliche Lebensmittel sowie Mykotoxine (giftige Verbindungen von Schimmelpilzen) untersucht.

Im Tabaklabor werden nicht nur klassische Zigaretten untersucht, sondern auch neuartige Erzeugnisse wie E-Zigaretten, Shisha-Tabak und Nikotin-Beutelchen.

Im Labor für Mykotoxine (= Schimmelpilzgifte) werden fast alle Lebensmittelgruppen (z.B. Getreide, Nüsse, Säfte, Milch, Kaffee, Öle) daraufhin untersucht, ob die festgelegte Höchstmenge für die Schimmelpilzgifte eingehalten wird Dazu müssen sehr große Probenmengen (bis zu 30 kg je Probe) aufgearbeitet werden, um auch sehr geringe Gehalte der gesundheitsschädlichen Schimmelpilzgifte nachweisen zu können.

Im Trinkwasserlabor wird sowohl auf die erwarteten Inhaltsstoffe wie Calcium oder Magnesium, als auch auf Rückstände und Kontaminanten wie z.B. Arzneimittel, Pestizide, Schwermetalle untersucht.

Weitere Informationen

In Sigmaringen arbeiten etwa 120 Mitarbeiter. Neben Stellen für wissenschaftlich ausgebildete Experten aus den Bereichen Lebensmittelchemie, Veterinärmedizin und Biologie gibt es in Sigmaringen abwechslungsreiche Arbeitsplätze für Laboranten, technische Assistenten, Chemieingenieure sowie im Bereich der Verwaltung und Haustechnik.

Am 21. Oktober 2023 ist das CVUA Sigmaringen für die Bevölkerung zugänglich. Ich empfehle den Tag der offenen Tür zu nutzen, um sich einen Einblick in den für uns so wichtigen Verbraucherschutz zu verschaffen. Bei Mitmachaktionen werden Lebensmittel, Trinkwasser und Tabakerzeugnisse untersucht sowie wertvolles Wissen vermittelt und Verbrauchertipps gegeben.

(Pressemitteilung: Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg)