Die aktuelle Geschäftslage im regionalen Handwerk sieht trotz Inflation und Zinswende recht gut aus. Sieben von zehn Handwerksbetrieben sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Dabei gibt es allerdings Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen.
Die aktuelle Stimmung im regionalen Handwerk hat sich im zweiten Quartal des Jahres aufgehellt. Das zeigen die aktuellen Daten der regelmäßigen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Ulm.
Darin beschreiben 69 Prozent der befragten Betriebe ihre Geschäftslage als gut. Von einem schlechten Geschäftsverlauf für die Monate April bis Juni sprechen nur vier Prozent. Die Prognose für die kommenden Monate sieht ebenfalls positiv aus: Rund drei Viertel der Betriebe im Kammergebiet erwarten eine gleichbleibende Geschäftslage.
Dazu sagt Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm: „Die Stimmung im regionalen Handwerk zeigt sich zur Jahresmitte gewerkeübergreifend insgesamt solide – trotz weiterhin hoher Inflation und Kaufzurückhaltung der Verbraucher.“
Auftragslage insgesamt gut, Bau- und Gesundheitsbranche schwächeln
Die Auftragslage in den regionalen Handwerksbetrieben erscheint insgesamt ebenfalls eher positiv. Knapp 34 Prozent – und damit jeder dritte Betrieb – konnte gestiegene Auftragseingänge vermelden.
Eine spürbare Verbesserung der Geschäftslage zeigte sich laut Umfrage insbesondere im Ausbau- und Kfz-Gewerbe. Sowohl das Bauhauptgewerbe als auch das Gesundheitshandwerk verzeichnen hingegen eine Verschlechterung der Auftragslage.
Insgesamt hatten die Handwerksbetriebe in der Region im zweiten Quartal eine gute Auslastung: Knapp 43 Prozent sind nahezu voll ausgelastet und mehr als jeder vierte Betrieb (26 Prozent) ist sogar über seine Kapazitätsgrenzen hinaus ausgelastet.

Schulabgänger haben sehr gute Einstellungschancen
Die Zahl der Beschäftigten ist in den vergangenen Monaten leicht zurückgegangen. In den kommenden Monaten wollen die Handwerksbetriebe ihr Personal aber deutlich aufstocken: nahezu jeder fünfte Betrieb plant, zusätzliche Fachkräfte einzustellen. „In unseren Betrieben werden nach wie vor qualifizierte Fachkräfte gebraucht. Für Jugendliche, die eine handwerkliche Lehre beginnen wollen, ist das eine echte Chance. Im Handwerk können sie bei allen wichtigen Zukunftsthemen mit anpacken“, so Krimmer.
(Quelle: Handwerkskammer Ulm)