Betrug mit Liebesversprechen Liebesbetrug: 70-Jähriger aus Immenstadt fällt auf falsche Soldatin herein

Liebesbetrug: 70-Jähriger aus Immenstadt fällt auf falsche Soldatin herein
Ein kurzer Chat oder eine nette Mail von einem Unbekannten – das so genannte Love- oder Romance-Scamming fängt meist harmlos an. (Bild: pixabay)

Über eine Social-Media-Plattform lernte ein Senior aus dem Allgäu eine vermeintliche Angehörige der Bundeswehr im Auslandseinsatz kennen. Anstatt einer gemeinsamen Zukunft wurde er um Geld betrogen.

Die angebliche Soldatin baute laut Polizei das Vertrauen des 70-Jährigen auf. Dann wurden von der Frau kleinere Summen über Geschenkgutscheine gefordert. Im weiteren Verlauf bat die Betrügerin den Mann um die Eröffnung eines Kontos. Als das Konto eröffnet wurde und die sensiblen Daten der Kreditkarte übersendet wurden, konnten zwei Abbuchungen festgestellt werden.

Geschädigte erstattete Anzeige

Nach einem Hinweis der Hausbank bemerkte der 70-Jährige den Betrug und erstattete Anzeige bei der Polizei. Dem Geschädigten entstand ein Vermögensschaden in niedriger vierstelliger Höhe. Die Polizei Immenstadt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Love-Scamming: Betrug mit vorgetäuschter Liebe

Wie es von der Polizei heißt, schaffen es sowohl Scam-Männer als auch Scam-Frauen, sich im täglichen Leben ihrer Opfer unverzichtbar zu machen – und zwar ohne ein einziges Treffen. Auf eine romantische Mail am Morgen folgt ein kurzes Telefonat am Mittag, nach Feierabend wird gechattet oder stundenlang telefoniert. Bei den Gesprächen geht es zu Beginn keineswegs um Geld, sondern um den Beruf, die Familie sowie um Liebe und eine gemeinsame Zukunft. Oft werden Geschichten über verstorbene Ehepartner und Kinder aufgetischt.

Irgendwann beginnen dann die Bettelmails… Weitere Infos zum Vorgehen über die vorgetäuschten Liebesbeweise gibt es bei der Polizeilichen Kriminalprävention.

(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)