Die Identität der in Memmingen gefundenen toten Person ist geklärt. Ein tatverdächtiger Mann stirbt nach einem Polizeieinsatz im Krankenhaus.
Am Montagvormittag, dem 04.05.2026, wurde im Zuge einer Vermisstensuche eine tote Person in einem leerstehenden Gebäude in der Freudentalstraße in Memmingen aufgefunden und Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts eingeleitet. Die Obduktion der Leiche wurde zwischenzeitlich durchgeführt. Hierbei konnte eine Gewalteinwirkung bestätigt werden. Zudem konnte auch die Identität geklärt werden. Bei der tot aufgefundenen Person handelt es sich um den seit Samstagabend vermissten 14-Jährigen aus Memmingen.
Tatverdächtiger in Gebäude entdeckt
Bei der Absuche des leerstehenden Gebäudes stieß die Polizei auf eine männliche Person, die sich in einem Schrank versteckt hielt. Die Person verhielt sich aggressiv gegenüber den Polizeibeamten, ging mit einem Messer auf die Beamten los und flüchtete anschließend. Hierbei wurde niemand verletzt.
Die Polizei leitete daraufhin umfangreiche Fahndungsmaßnahmen aufgrund des Verdachts eines Tötungsdelikts zum Nachteil des aufgefundenen 14-Jährigen ein.
Schüsse bei Festnahmeversuch
Gegen 18:19 Uhr ging eine Mitteilung bei der Polizei ein, dass sich der Tatverdächtige im Bereich des Hallenbades in der Wielandstraße 6 in Memmingen aufhalten könnte. Daher begaben sich gegen 18:30 Uhr fünf Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Schwaben Nord in Zivil zur Wielandstraße.
Nach den derzeitigen Erkenntnissen konnten die Beamten den 37-jährigen Mann auf der Treppe vor dem Hallenbad sitzend feststellen und wollten diesen daraufhin festnehmen. Der Tatverdächtige bemerkte die auf ihn zukommenden in Zivil gekleideten Polizeibeamten und versuchte zu fliehen. Hierzu rannte er in Richtung Wielandstraße, wobei ihn die Polizeibeamten verfolgten und sich als solche zu erkennen gaben.
Als der Tatverdächtige dies hörte, hielt er abrupt an, drehte sich zu den ihn verfolgenden Polizeibeamten um und ging schnellen Schrittes mit einem Messer in der Hand auf diese zu. Die Beamten forderten den 37-jährigen Mann mehrfach und lautstark auf, das Messer abzulegen. Der Mann ging jedoch unbeirrt weiter auf die Beamten zu, sodass sich der Abstand weiter verringerte. Aufgrund der geringen Entfernung und der vom Tatverdächtigen ausgehenden Gefahr setzten die Beamten schließlich die Schusswaffe gegen den Mann ein.

Tatverdächtiger stirbt im Krankenhaus
Der Mann wurde mehrfach am Körper getroffen. Trotz seiner Verletzungen kam der 37-Jährige weiterhin den Aufforderungen der Beamten nicht nach, das Messer loszulassen, wodurch weiterhin Gefahr für die Polizeibeamten bestand. Erst nach dem Einsatz eines hinzukommenden Polizeibeamten mit einem Schild konnte der Mann entwaffnet und anschließend ärztlich versorgt werden.
Trotz der umgehend durchgeführten Reanimation verstarb der Tatverdächtige kurze Zeit später im Krankenhaus. Die Beamten blieben körperlich unversehrt. Es wurden auch keine Unbeteiligten verletzt.
Die weitere Untersuchung zum Schusswaffengebrauch durch die Polizeibeamten wurde zuständigkeitshalber vom Bayerischen Landeskriminalamt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen übernommen. Die Obduktion des verstorbenen Tatverdächtigen wurde angeordnet.
Aufgrund der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei Neu-Ulm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.
(Quelle: StA Memmingen/PP Schwaben Süd/West)