Kooperation stärkt Nachwuchs Handwerk und Schulen bauen Bildungspartnerschaften weiter aus

Handwerk und Schulen bauen Bildungspartnerschaften weiter aus
Schüler erhalten im Rahmen von Bildungspartnerschaften Einblicke in Handwerksberufe und lernen praktische Tätigkeiten direkt im Betrieb kennen. (Bild: Handwerkskammer Ulm)
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In der Region der Handwerkskammer Ulm wächst die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben. Rund 650 Bildungspartnerschaften sollen Jugendlichen praxisnahe Einblicke in Handwerksberufe ermöglichen.

Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm zwischen Ostalb und Bodensee bestehen inzwischen 645 Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Handwerksbetrieben. In diesem Jahr sind bislang zwei weitere Kooperationen entstanden, im Jahr 2025 waren es insgesamt 16 neue Unterzeichnungen. Ziel ist es, Jugendliche bei der Berufsorientierung zu unterstützen und ihnen praxisnahe Einblicke in verschiedene Handwerksberufe zu ermöglichen.

Einblicke direkt im Betrieb

„Vielen jungen Menschen fällt es schwer, zu entscheiden, welchen beruflichen Weg sie nach der Schulzeit einschlagen möchten. Oft herrscht auch keine klare Vorstellung darüber, was beispielsweise im Handwerk alles möglich ist“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. „Am besten findet man heraus, was zu einem passt, indem man es einfach ausprobiert. Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und unseren Betrieben sind hierfür eine klasse Möglichkeit.“

Schülerinnen und Schüler lernen Berufe direkt im Betrieb kennen, etwa über Praktika, Projekttage oder gemeinsame Schulprojekte. Dabei können sie ihre Stärken und Talente entdecken.

Vorteile für beide Seiten

Auch Handwerksbetriebe profitieren von den Kooperationen. Sie knüpfen früh Kontakte zu potenziellen Auszubildenden und können gezielt Nachwuchs gewinnen.

Mehlich erklärt: „Während die Jugendlichen Orientierung suchen, brauchen Betriebe Nachwuchshandwerkerinnen und -handwerker – kurzfristig, um die Kundenaufträge abzuarbeiten und langfristig, um den Fortbestand ihrer Firma zu sichern. Diese Partnerschaften bringen beide Seiten zusammen.“

Besonders gefragte Berufe

Vor allem Gymnasien, Real-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen nutzen diese Zusammenarbeit, um ihren Schülerinnen und Schülern Einblicke in Bau- und Ausbauhandwerke zu geben. Besonders gefragt sind Berufe aus den Bereichen Elektro, Metall sowie Sanitär-Heizung-Klima, darunter Elektroniker, Kfz-Mechatroniker oder Anlagenmechaniker SHK.

Überblick nach Landkreisen

Die meisten Bildungspartnerschaften gibt es im Ostalbkreis mit 168 Kooperationen, gefolgt vom Landkreis Ravensburg mit 165. Im Landkreis Biberach sowie im Alb-Donau-Kreis bestehen jeweils 100 Partnerschaften. Im Landkreis Heidenheim sind es 51, im Bodenseekreis 30 und im Stadtgebiet Ulm 31.

(Quelle: Handwerkskammer Ulm)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.