Künftige Fachkräfte Neues Beratungsangebot in Laichingen erleichtert Geflüchteten den Einstieg ins Handwerk

Neues Beratungsangebot in Laichingen erleichtert Geflüchteten den Einstieg ins Handwerk
Beraterinnen der Handwerkskammer Ulm informierten Geflüchtete in der Gemeinschaftsunterkunft Laichingen über die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sowie über Wege in Ausbildung und Beschäftigung im Handwerk. (Bild: Landratsamt Alb-Donau-Kreis)
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Geflüchtete erhalten in Laichingen Unterstützung bei Ausbildung und Berufseinstieg. Ein neues Beratungsangebot zeigt Wege ins Handwerk und zur Anerkennung von Abschlüssen auf.

Ein wichtiger Baustein für gelungene Integration ist der Zugang zu Arbeit, Ausbildung und beruflicher Perspektive. Genau darum ging es bei einem neuen Beratungsangebot, das erstmals in der Gemeinschaftsunterkunft Laichingen stattfand. In Kooperation mit dem Amt für Flüchtlinge und Integration des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis informierten Beraterinnen der Handwerkskammer Ulm Geflüchtete über die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sowie über Einstiegswege in Ausbildung und Beschäftigung im regionalen Handwerk.

Die Veranstaltung richtete sich an Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, die bereits im Ausland eine berufliche Qualifikation erworben haben oder sich in Deutschland eine neue berufliche Perspektive aufbauen möchten. Fachberaterinnen und Fachberater der Handwerkskammer Ulm erläuterten, welche Möglichkeiten es gibt, vorhandene Abschlüsse und berufliche Erfahrungen anerkennen zu lassen, welche Unterlagen dafür benötigt werden und welche Stellen zuständig sind.

Potenziale erkennen und nutzbar machen

Dabei wurde deutlich: Viele Geflüchtete bringen Kompetenzen, Berufserfahrung und Motivation mit, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt dringend gebraucht werden. Gerade im Handwerk ist der Bedarf an Nachwuchs- und Fachkräften groß. Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen kann deshalb nicht nur für die Betroffenen ein wichtiger Schritt in ein selbstbestimmtes Leben sein, sondern auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region leisten.

„Unser Handwerk bietet vielfältige Chancen für Menschen, die mit anpacken wollen und eine berufliche Perspektive in einem der vielen Betriebe der Region suchen. Die Herkunft spielt für uns keine Rolle – wichtig ist, wo man hinwill. Viele Geflüchtete bringen praktische Erfahrungen, Motivation und Lernbereitschaft mit – das sind wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg in einen von mehr als 130 verschiedenen Handwerksberufen. Mit unserer Beratung wollen wir Orientierung geben, Wege in Ausbildung und Beschäftigung aufzeigen und Betriebe wie Interessierte zusammenbringen“, sagte Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Neben der Anerkennung formaler Berufsabschlüsse standen auch berufliche Perspektiven für Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung im Mittelpunkt. Sie erhielten Informationen zu möglichen Einstiegswegen, etwa über eine duale Berufsausbildung im Handwerk oder in anderen Branchen. Auch Fragen zum sogenannten „Spurenwechsel“ – also dem Wechsel aus dem Asylverfahren in eine Perspektive als Fachkraft – wurden thematisiert.

Beratung direkt vor Ort

Unterstützt wurde die Beratung durch Mitarbeitende der Gemeinschaftsunterkünfte sowie durch Dolmetscherinnen und Dolmetscher, damit die Informationen möglichst verständlich und praxisnah vermittelt werden konnten. Das Angebot soll Geflüchteten helfen, ihre bisherigen Kenntnisse sichtbar zu machen, realistische berufliche Wege zu erkennen und die nächsten Schritte in Richtung Ausbildung oder Beschäftigung zu planen.

Integration und Fachkräftesicherung zusammendenken

„Integration gelingt dort besonders gut, wo Menschen eine echte Perspektive erhalten. Arbeit und Ausbildung schaffen Teilhabe, Selbstständigkeit und Kontakte in die Gesellschaft. Gleichzeitig sind Betriebe, insbesondere im Handwerk, auf engagierte Arbeitskräfte angewiesen. Deshalb ist es wichtig, vorhandene Qualifikationen zu erkennen und nutzbar zu machen“, betonte Joseph Röhrich vom Amt für Flüchtlinge und Integration des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis.

Die Veranstaltung in Laichingen war der Auftakt für ein Beratungsangebot, das künftig auch auf weitere Gemeinschaftsunterkünfte im Alb-Donau-Kreis ausgeweitet werden soll.

(Quelle: Handwerkskammer Ulm)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.