Leuchtturm-Elternprogramm feiert Erfolg Spezielles Elternprogramm am Universitätsklinikum Ulm etabliert sich erfolgreich

Spezielles Elternprogramm am Universitätsklinikum Ulm etabliert sich erfolgreich
Das Leuchtturm-Elternprogramm am Universitätsklinikum Ulm unterstützt Eltern mit anhaltenden Körperbeschwerden und stärkt die Eltern-Kind-Beziehung (Symbolbild: KI-generiert)
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Ein neues Therapieangebot für Eltern mit anhaltenden Körperbeschwerden wird in Ulm sehr gut angenommen. Erste Ergebnisse zeigen positive Effekte und eine steigende Nachfrage.

Vor einem Jahr hat das Universitätsklinikum Ulm (UKU) mit dem Leuchtturm-Elternprogramm ein spezielles Behandlungsangebot für Eltern mit anhaltenden Körperbeschwerden eingeführt. Die erste Bilanz fällt positiv aus: Das Programm wird von den Teilnehmenden gut angenommen und entwickelt sich zu einem festen Bestandteil der psychosomatischen Versorgung.

Im Mai 2025 startete an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des UKU erstmals das Leuchtturm-Elternprogramm. Seitdem findet wöchentlich eine mentalisierungsbasierte Elterngruppe mit begleitenden Einzelsitzungen statt. Durchgeführt wird das Angebot von den Therapeutinnen Prof. Dr. Jana Volkert und M.Sc. Psych. Elisa Merkenschlager aus der Sektion Translationale Psychotherapie. Ziel ist es, Eltern in der Beziehung zu ihren Kindern zu stärken und die Weitergabe psychosomatischer Beschwerden an die nächste Generation zu verhindern.

Speziell auf Eltern mit Körperbeschwerden zugeschnitten

Anders als die ursprüngliche Programmversion wurde das Angebot in Ulm gezielt auf Eltern mit anhaltenden Körperbeschwerden angepasst. Diese Patientengruppe ist häufig in psychosomatischen Behandlungseinrichtungen vertreten und weist ein erhöhtes Risiko für die Weitergabe ihrer Beschwerden an die nächste Generation auf.

Deshalb wurden zusätzliche Elemente wie Psychoedukation sowie Übungen zum körperorientierten Mentalisieren integriert. Mentalisieren beschreibt die Fähigkeit, eigene und fremde Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrzunehmen, einzuordnen und in Beziehungen zu kommunizieren.

Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Programmentwickler Gerry Byrne sowie durch den Austausch im internationalen Leuchtturm-Netzwerk. Zudem präsentiert Elisa Merkenschlager die Ulmer Erfahrungen regelmäßig auf internationalen Fachkongressen.

Hohe Akzeptanz und erste positive Effekte

Begleitend zum Programm wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, deren Ergebnisse in Kürze veröffentlicht werden. Seit dem Start nahmen 29 Eltern an der Gruppe teil. Die hohe Abschlussrate deutet darauf hin, dass die Zielgruppe gut erreicht wird. Die Intervention ließ sich vollständig in den klinischen Alltag integrieren, schwerwiegende Abbrüche traten nicht auf.

Sowohl die teilnehmenden Eltern als auch das Behandlungsteam bewerteten das Programm sehr positiv. Besonders bemerkenswert ist, dass 95 Prozent der Teilnehmenden die Intervention weiterempfehlen würden.

Auch aus therapeutischer Sicht zeigen sich erste vielversprechende Entwicklungen. Es gibt Hinweise auf eine verbesserte elterliche Mentalisierungsfähigkeit sowie ein gesteigertes Kompetenzerleben im Umgang mit den eigenen Kindern. Darüber hinaus berichten die Behandelnden von einer spürbaren Entlastung der Eltern von Schuld- und Schamgefühlen. Gleichzeitig gelingt es durch das Programm, familiäre Themen stärker in die ganzheitliche psychosomatische Behandlung einzubeziehen und Impulse in andere therapeutische Settings zu übertragen.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass unser angepasstes Leuchtturm-Elternprogramm sowohl durchführbar als auch für unsere Patientinnen und Patienten sehr hilfreich ist. Besonders freut uns, dass wir Eltern nachhaltig stärken und gleichzeitig einen Beitrag zur Reduktion der Transmission von psychischen und körperlichen Beschwerden an die nächste Generation leisten können“, erklärt Elisa Merkenschlager.

Dauerhafte Verankerung geplant

Anlässlich des einjährigen Bestehens ist eine Jubiläumsveranstaltung mit bisherigen Teilnehmenden geplant. Langfristig soll das Programm dauerhaft im Behandlungsangebot der Psychosomatik verankert werden.

Derzeit werden zudem Fachpflegekräfte der Psychosomatik wie Carmen Jahn und Andrea Friedrich geschult, um künftig co-therapeutische Aufgaben übernehmen zu können. Bereits jetzt steigt die Nachfrage sowohl bei Patientinnen und Patienten als auch bei Therapeutinnen und Therapeuten. Das Interesse kommt nicht nur aus dem Universitätsklinikum selbst, sondern auch von ambulanten Behandlerinnen und Behandlern in Ulm und Umgebung.

Das Leuchtturm-Elternprogramm ist ein therapeutisches Gruppenangebot zur Förderung elterlicher Kompetenzen und zur Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung. Es basiert auf der mentalisierungsbasierten Therapie, die das Verständnis für innere Zustände wie Gefühle, Gedanken und Wünsche bei sich selbst und anderen stärken soll.

Die am UKU entwickelte Anpassung des „Lighthouse Parenting Programme“ von Gerry Byrne richtet sich gezielt an Eltern mit anhaltenden Körperbeschwerden. Die erfolgreiche Durchführung der Machbarkeitsstudie bildet die Grundlage für weitere wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirksamkeit des Programms. Gleichzeitig unterstreicht die hohe Akzeptanz bei Patientinnen und Patienten sowie im Behandlungsteam die praktische Relevanz des Ansatzes.

Im Universitätsklinikum Ulm werden jährlich rund 50.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Hinzu kommen knapp 300.000 ambulante Quartalsfälle. Rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten an den Standorten des Klinikums universitäre Spitzenmedizin. Mit 29 Kliniken und 16 Instituten verfügt das Universitätsklinikum über 1.200 Betten und ist das größte Klinikum zwischen Ost-Württemberg, Schwäbischer Alb, Bodensee und Allgäu.

(Quelle: Universitätsklinikum Ulm)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.