Stromversorger im Visier Millionenforderung wegen Bahnstrom-Steuer

Millionenforderung wegen Bahnstrom-Steuer
Umweltgedanke: Bahnunternehmen können Strom zu einem günstigeren Steuersatz beziehen. (Bild: Hauptzollamt Ulm)
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Ein Stromversorger aus der Region Neckar-Alb steht im Fokus der Ermittlungen des Hauptzollamts Ulm. Der Grund: Fehlerhafte Abrechnungen beim Bahnstrom. Dabei geht es um möglicherweise nicht gezahlte Steuern in Millionenhöhe.

Das Unternehmen hatte über einen Zeitraum von zwei Jahren Strom an private Bahnbetreiber geliefert und dabei auch Stromsteuer abgeführt. Allerdings ergaben Prüfungen des Hauptzollamts Ulm Abweichungen bei der Steueranmeldung. Laut ersten Berechnungen könnte es sich um einen niedrigen Millionenbetrag an nicht gezahlten Stromsteuern handeln.

Prüfungsdienst des Zolls übernimmt Ermittlungen

Die Diskrepanzen bei den Steuerabrechnungen weckten den Verdacht, dass nicht für die gesamte Strommenge Steuern entrichtet wurden. Der Prüfungsdienst des Hauptzollamts Ulm untersucht nun, ob es sich um einen systematischen Fehler oder eine bewusste Umgehung der Steuerpflicht handelt.

Bußgeldverfahren und weitere Schritte

Um die genauen Hintergründe zu klären, wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Dieses soll nicht nur die Höhe der ausstehenden Steuerzahlungen ermitteln, sondern auch mögliche strafrechtliche Konsequenzen prüfen. Bis zum Abschluss der Ermittlungen wird es vermutlich noch einige Zeit dauern.

(Quelle: Hauptzollamt Ulm)