Aus Tübingen entsteht Venedig Das „schwäbische Venedig“ liegt ganz in der Nähe

Das „schwäbische Venedig“ liegt ganz in der Nähe
In Tübingen ist die Fahrt mit einem Stocherkahn ein Muss. Die Geschichte der Boote reicht Jahrhunderte zurück. (Bild: pixabay)

Was in Venedig die weltberühmten Gondeln sind, sind in Tübingen die Stocherkähne. Boote, mit denen Einheimische wie auch Touristen gerne über den Neckar schippern, um die Universitätsstadt vom Wasser aus zu erleben.


Wer die Universitätsstadt Tübingen in der wärmeren Jahreszeit einmal auf eine ganz besondere Art erkunden möchte, der hat dazu eine deutschlandweit vielleicht einmalige Gelegenheit. Denn auf dem Neckar, der sich durch Tübingen windet, kann man eine Fahrt in einem der zahlreichen Stocherkähne unternehmen, die hier, ganz ähnlich wie die weltberühmten Gondeln in Venedig, gemächlich über das Wasser dümpeln.

Die liebenswerten Gefährte sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil der studentischen Kultur vor Ort, sondern blicken auch zurück auf eine jahrhundertelange Geschichte, so TRAVELBOOK, Deutschlands größtes Online-Reisemagazin.

Das Gefährt geht bis auf das Jahr 1544 zurück


Der Name Stocherkahn bezeichnet ein längliches Boot und geht laut der offiziellen Seite der Universität Tübingen zurück auf den sogenannten „Stocher“. Gemeint ist damit eine lange Stange, mittels der sich der Gondoliere, also der Lenker des Bootes, vom Grund des Flusses abstoßen kann, um sein Gefährt fortzubewegen. Der Neckar verläuft rund um die Altstadt nicht sehr tief, weswegen die Menschen in der Stadt diese Methode bereits vor Jahrhunderten für sich entdeckten. Demnach geht die erste bildliche Darstellung eines Stocherkahns zurück bis in das Jahr 1544. Auf einem Holzschnitt ist das südliche Neckarufer mit einem vergleichbaren Gefährt dargestellt.

Beförderung von Waren und Menschen


Da Tübingen zwischen Hügeln liegt und es besonders im alten Teil der Stadt viele enge Gassen gibt, kam der „klassische“ Verkehr hier schon in früheren Zeiten schnell an seine Grenzen. Die Stocherkähne boten also für die Beförderung von Waren und auch Menschen schon bald eine veritable Alternative bzw. Ergänzung für das Transportwesen.


Längst gibt es rund um die beliebten Gefährte aber ein vielfältiges Angebot, so kann man zum Beispiel während einer Tour auch an einer Weinprobe teilnehmen oder eine „After Work Stocherkahnfahrt“ unternehmen. Die heute etwa 130 zugelassenen Kähne sind im Besitz studentischer Gruppen und anderer Vereine.

Tübingen wird gerne das „schwäbische“ Venedig genannt. Auch vom Flair her ähneln die Flussufer mit den historischen Fachwerkhäusern denen in der Lagunenstadt. Weitere Infos unter travelbook.de

(Quelle: Travelbook/Presse)