Kurz vor dem Ausbildungsstart sind im Gebiet der Handwerkskammer Ulm noch mehr als 300 Lehrstellen unbesetzt. Gleichzeitig bilden rund 100 Betriebe zwischen Ostalb und Bodensee erstmals Nachwuchskräfte aus.
Auch wenige Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres haben Jugendliche im Gebiet der Handwerkskammer Ulm gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Gewerkeübergreifend sind derzeit noch mehr als 300 Lehrstellen unbesetzt. Gleichzeitig investieren zahlreiche Betriebe weiter in die Ausbildung künftiger Fachkräfte.
Rund 100 Betriebe bilden erstmals aus
Nach Angaben der Handwerkskammer Ulm bieten in diesem Jahr 94 Betriebe erstmals einen Ausbildungsplatz an. Damit bleibt die Zahl der erstausbildenden Unternehmen auf einem hohen Niveau. Zum gleichen Zeitpunkt waren es im vergangenen Jahr 98 Betriebe, 2024 lag die Zahl bei 88.
Neu hinzugekommen sind vor allem Betriebe aus den Bereichen Elektronik, Kraftfahrzeugmechatronik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) sowie dem Friseur- und Zimmererhandwerk.
„Wer ausbildet, investiert in die Zukunft. Junge Menschen sind die Lebensversicherung für unsere Betriebe, denn sie werden gebraucht – heute und morgen. Nur mit gut ausgebildetem und qualifiziertem Personal können Inhaberinnen und Inhaber ihr Geschäft weiterhin erfolgreich betreiben und sich zukunftssicher aufstellen“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.
Viele Karrierechancen im Handwerk
Nach Ansicht der Handwerkskammer eröffnet eine Ausbildung im Handwerk vielfältige berufliche Perspektiven – unabhängig vom Schulabschluss.
„Eine handwerkliche Ausbildung nach der Schule ist das Fundament für einen erfolgreichen Karriereeinstieg. Zu jedem Schulabschluss oder Talent gibt es im Handwerk einen passenden Beruf. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche stehen den künftigen Fachkräften in unserer Region alle Wege offen: Sie können sich in ihrem Fachgebiet spezialisieren und weiterbilden, den Meister machen und später ihren eigenen Handwerksbetrieb führen – es gibt viele Optionen“, so Mehlich.
Ausbildungsbörse und Beratung
Jugendliche können sich über die Ausbildungsbörse der Handwerkskammer Ulm über freie Lehrstellen und Praktikumsplätze informieren. Darüber hinaus unterstützen die Ausbildungsberater der Kammer bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz.
„Die handwerklichen Berufe müssen für Jugendliche erlebbar werden – das passiert beispielsweise im Rahmen eines Praktikums. Dabei können junge Menschen schnell herausfinden, wo die eigenen Stärken und Fähigkeiten liegen. Nur so können wir ihnen die Chancen und Möglichkeiten aufzeigen, die im Handwerk auf sie warten“, erklärt Mehlich.
Die meisten neuen Ausbildungsbetriebe im Landkreis Ravensburg
Im Landkreis Ravensburg bilden in diesem Jahr 25 Betriebe erstmals aus. Es folgen der Ostalbkreis mit 23, der Alb-Donau-Kreis mit 14, der Landkreis Biberach mit 12, der Bodenseekreis mit 11, der Landkreis Heidenheim mit fünf sowie die Stadt Ulm mit vier Betrieben.
Bei den offenen Lehrstellen liegt der Ostalbkreis mit 67 freien Ausbildungsplätzen vorn. Es folgen der Alb-Donau-Kreis (64), der Landkreis Ravensburg (61), der Landkreis Biberach (60), die Stadt Ulm (30), der Bodenseekreis (25) und der Landkreis Heidenheim (13).
(Quelle: Handwerkskammer Ulm)