Bei Aufräumarbeiten werden in Nusplingen mehrere Kilogramm alten Industriesprengstoffs entdeckt. Experten vernichten den Fund am Dienstag kontrolliert.
Zwei Kisten mit Sprengstoff und Zündern waren zu Wochenbeginn im Rahmen von Aufräumarbeiten im Zuge eines Nachlasses auf einem Firmengelände aufgefunden worden. Nach bisherigem Erkenntnisstand dürften sie sich berechtigt im Besitz des ehemals Verantwortlichen befunden haben.
Am späten Dienstagnachmittag, 1. September, begutachteten hinzugezogene Experten des Entschärfungsdienstes des Landeskriminalamts Baden-Württemberg den Fund. Aufgrund der offenkundig langen Lagerzeit hatte sich der Sprengstoff bereits chemisch verändert und wurde als nicht mehr handhabungssicher eingestuft.
Sprengstoff in Kiesgrube transportiert
Die Experten entschieden daraufhin, die Kisten in eine nahegelegene Kiesgrube bei Stetten am kalten Markt zu transportieren und dort unschädlich zu machen. Die Polizei sicherte die Transportstrecken. Feuerwehr und Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort.
Rund um die Kiesgrube wurde ein Sicherheitsradius von mehreren hundert Metern eingerichtet. Zusätzlich galt vorübergehend ein Überflugverbot.
Drei kontrollierte Sprengungen
Zwischen 17 und 19 Uhr wurden die Explosivstoffe mit insgesamt drei separaten Sprengungen kontrolliert vernichtet. Zu besonderen Vorkommnissen kam es nicht.
(Quelle: Polizeipräsidium Ravensburg)