Kempten ist Blitzhauptstadt. Montenegro übernimmt die Spitzenreiterposition in Europa. Blitzreichster Tag war laut dem aktuellen Siemens Blitzatlas der 26. August mit rund 26.000 Erdblitzen.
Seit 1991 analysiert der Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) die registrierten Blitze und sendet umgehend Warnhinweise an die Gewitteralarm-Kunden – zum Schutz von Mensch, Tier, Technik und Infrastruktur. Genutzt werden dabei rund 160 verbundene Messstationen in Europa.
Baden-Württemberg führt
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 242.000 Erdblitze in ganz Deutschland registriert, dies sind weniger als die Hälfte (49 Prozent) des Vorjahreswertes (491.000). Unter den Bundesländern führt Baden-Württemberg mit knapp 1,0 Blitzen pro Quadratkilometer, Bayern mit einer Blitzdichte von 0,85 sowie Hamburg (0,8) folgen. Schlusslicht mit unter 0,4 Blitzen pro Quadratkilometer ist Thüringen. Blitzhauptstadt unter den Landesresidenzen ist München (1,5).
Juni und August ist Gewitterzeit
„Das Jahr 2022 verzeichnete die niedrigsten Blitzereignisse der letzten 30 Jahre (seit Messung). Im Sommer, vor allem im Juni und August, herrschte teilweise extreme Dürre bei hohen Temperaturen über 35 Grad. Diese Zeit ist üblicherweise die beste Zeit für Gewitter. Doch die Niederschlagsmenge lag deutlich unter dem Sollwert. Für Gewitter braucht es aber beides – Feuchtigkeit und heiße Temperaturen“, sagt Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens.
Dass auch dieses Jahr die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg wieder an der Spitze der Gewittergeschehnisse lagen, ist laut Thern der Nähe zur alpinen Vorgebirgslandschaft zuzuschreiben.
(Quelle: BLIDS)