Messestände sprechen zum Auge

Messestände sprechen zum Auge
Eyetracking: Brille für die Messung und Analyse des Blickverhaltens. (Bild: DHBW)
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Redaktion

Ravensburg (wb/le) – Die aktuelle Publikation von Prof. Dr. Thomas Bauer und DHBW-Absolventin Vera Hantel vom Studiengang BWL-Messe-, Kongress- und Eventmanagement an der DHBW Ravensburg im Journal of Convention & Event Tourism stgreift die visuelle Wahrnehmung bei einer Messe auf und zeigt, wie durch Eyetracking ermittelte Blickmuster zur Gestaltung von Messeständen eingesetzt werden können.

Blickmuster über Videos aufgezeichnet

Anhand eines Messestands des amerikanischen Ausstellers Global Eagle auf der Aircraft Interiors Expo (AIX) in Hamburg zeigen die Autoren Unterschiede zwischen der Wahrnehmung im realen Messekontext gegenüber einer typischen Eyetracking-Studie im Labor auf. Bei jeweils über 30 Probanden in beiden Studien wurden Blickmuster über Videos aufgezeichnet und softwarebasiert ausgewertet.

Hervorgehobene Elemente ziehen Blicke auf sich

Die Forscher testieren, dass Ablenkung im multisensualen Kontext der Messe zwar die Anzahl der Blicke (Fixationen) auf den Messestand reduziert, jedoch die typischen Blickverläufe weitgehend identisch sind. Damit validieren sie Eyetracking-Studien generell auch für den Live Communication-Kontext.

Die Betrachtung von Gestaltungselementen von Messeständen zeigte ferner, dass hervorgehobene Elemente wie Aufbauten, Deckenabhängungen, Möbel und Interaktionselemente die Blicke primär auf sich ziehen und gezielte visuelle Stimulationen zur Aufmerksamkeitserzeugung darstellen.

Ausstellern wird entsprechend direkt eine Empfehlung für außergewöhnliche und hervortretende Elemente ausgesprochen.

(Pressemitteilung: DHBW Ravensburg/Presse)