Messen sorgen für Wirtschaftskraft

Messen sorgen für Wirtschaftskraft
In Friedrichshafen startet die Messezeit wieder. (Bild: Messe Friedrichshafen)
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Redaktion

Friedrichshafen – Wieder gestartet ist das Messegeschäft in Friedrichshafen. Nach der aktuell noch laufenden Leitmesse AERO finden allein im Mai sechs Messen, Gastveranstaltungen und Firmenevents darunter die Motorworld Classics Bodensee (6. bis 8. Mai), die My Cake (14. bis 15. Mai) und die Tuning World Bodensee (26. bis 29. Mai) statt. Der Messestandort im Dreiländereck ist damit nicht allein.

Rund 50 Messen werden deutschlandweit im Wonnemonat umgesetzt: Im Messe-Monat Mai, der vom Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA initiiert wurde, sind Aktionen an den deutschen Messeplätzen geplant, um auf die angespannte Lage der Branche durch die Corona-Pandemie hinzuweisen „An uns hängt viel. Messen sind als Initiierung von konkretem Geschäft, Treffpunkt, Networking-Plattform und Schaufenster für Innovationen für die jeweiligen Branchen unverzichtbar. Sie bieten ausstellenden Unternehmen, Besucherinnen und Besuchern und ganzen Regionen Mehrwerte und sorgen für große Wirtschaftskraft“, betont Messechef Klaus Wellmann.

Bis September werden 13 der möglichen 19 Messetermine 2022, darunter die Messen Ham Radio, Eurobike und Interboot, im Frühjahrs- und Sommerhalbjahr durch das Messeteam vom Bodensee betreut und umgesetzt. Ähnlich sieht es deutschlandweit aus: Erstmalig findet mehr als die Hälfte der noch gut 250 Messen 2022 im Sommer statt. Grund dafür ist der Nachholbedarf nach Verboten, Absagen und Verschiebungen von Messen in den vergangenen beiden Jahren. „Messen sind sicher machbar. Pauschale Messeverbote haben Messeplätze, Veranstalter von Messen oder Gewerke wie den Messebau vollkommen unverschuldet an den Rand der Existenz gebracht.

Nach bald zwei Jahren erzwungenem Stillstand fordert die gesamte Messewirtschaft von der Politik: Es darf keine weitere Eiszeit für Messen geben. Nach dem politischen Scheitern einer Impfpflicht erwarten wir kluge, vorausschauende und ausgleichende Konzepte, wie die Messewirtschaft stabil durch das Winterhalbjahr kommt. Das Möglichmachen, nicht das Verbieten muss Kern des politischen Handelns sein,“ sagt Philip Harting, Vorsitzender des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA. 

Von gut 150 geplanten Messen konnten im ersten Quartal 2022 nur knapp 20 durchgeführt werden – dies fast ausschließlich im März. Im April finden immer noch nur die Hälfte der rund 50 geplanten Messen statt. In Friedrichshafen konnten die Bildung & Karriere Bodensee-Oberschwaben-Allgäu im März sowie die all about automation und die AERO im April ihre Tore für Besucherinnen und Besucher öffnen. 

Weitere Informationen unter: www.messe-friedrichshafen.de

Fakten zur Messewirtschaft in Deutschland (Quelle: AUMA e.V.):

An der deutschen Messewirtschaft hängen bis zu 230.000 Jobs. Neben Messeveranstaltern und dem Messebau zählen vor allem die Wirtschaftszweige Hotellerie und Gastronomie, Handwerk, Dienstleistungen und Logistik, Transport, Handel sowie die Werbe- und Kreativwirtschaft dazu.

Der volkswirtschaftliche Schaden durch Messeabsagen beträgt allein für 2022 schon acht Milliarden Euro. Insgesamt rund 55 Milliarden Euro beträgt der volkswirtschaftliche Schaden seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 durch Einschränkungen und Verbote für Messen.

Vor der Pandemie trug die deutsche Messewirtschaft jährlich mit rund 28 Milliarden Euro zum gesamtwirtschaftlichen Plus bei. Bund, Ländern und Kommunen sind seit Beginn der Pandemie fast neun Milliarden Euro Steuern durch Messeverbote entgangen. Grundlage sind Berechnungen des ifo-Instituts.

(Pressemitteilung: Messe Friedrichshafen)