Feuerwehr Lindau im Dauereinsatz Brandalarme und Betriebsstoffe im Bodensee führen zu Feuerwehreinsätzen

Brandalarme und Betriebsstoffe im Bodensee führen zu Feuerwehreinsätzen
Die Feuerwehr Lindau im Einsatz. (Bild: Feuerwehr Lindau/Bodensee)
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Redaktion

Das ganze Wochenende über mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Lindau von einem Notruf zum anderen. Ob Ölfilm im Lindauer Hafenbecken, Fehlalarm der Brandmelder in der Jugendherberge, verkohlte Speisen auf einem eingeschalteten Herd in einem Wohnhaus oder Einsatz im Einkaufszentrum –  es ging Schlag auf Schlag.

Feueralarm in Einkaufszentrum

Am Montagvormittag um kurz nach neun, alarmierte die Integrierte Leitstelle Allgäu den Löschzug Hauptwache in die Kemptener Straße. Die automatische Brandmeldeanlage des dortigen Einkaufszentrums hatte ausgelöst. Bei der Erkundung durch einen Trupp konnten weder Feuer noch Rauch festgestellt werden. Ein Rauchmelder im Untergeschoss hatte aufgrund von Handwerkerarbeiten ausgelöst. Nach zwanzig Minuten war der Einsatz beendet und die Kräfte rückten wieder ab. Eine Polizeistreife war auch an der Einsatzstelle.

Rauchentwicklung aus Wohnung auf der Hinteren Insel

Bereits am Freitagmittag, um 12:49 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Allgäu ein Großaufgebot an Rettungskräften auf die Hintere Insel. Ein Handwerker, der in einer Nachbarwohnung arbeitete, nahm den Alarmton eines Rauchwarnmelders in der Dreierstraße wahr. Bei der Suche nach der Quelle des Signals, stellte er eine Rauchentwicklung aus einem gekippten Fenster einer Wohnung fest. Umgehend verständigte er die Feuerwehr. Parallel klingelte er mehrfach vergeblich an der Wohnungstür.

Die Löschzüge Hauptwache, West sowie die Löschgruppe Altstadt rückten aus. Beim Eintreffen des Einsatzleiters hat sich die Rauchentwicklung aus der betroffenen Wohnung im zweiten Obergeschoss bestätigt. Nachdem auf Klingeln und Klopfen an der Wohnungstür niemand reagierte, wurde umgehend ein Trupp des ersten Löschfahrzeugs unter Atemschutz in die Wohnung entsandt.

Über das gekippte Küchenfenster verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang zur Wohnung. Schnell war die Ursache für die Rauchbildung gefunden. Essen war auf dem eingeschalteten Herd unter entsprechender Rauchfreisetzung verbrannt. Die verkohlten und heißen Speisen wurden ins Freie verbracht und die Wohnung parallel auf anwesende Personen und Tiere abgesucht.

Parallel brachten weitere Feuerwehrkräfte einen Hochleistungslüfter zur Entrauchung in Stellung. Der Küchenbereich wurde einer abschließenden Kontrolle mit Hilfe einer Wärmebildkamera unterzogen, um eventuelle Glutnester auszuschließen.

Da zum Zeitpunkt des Einsatzes niemand zu Hause war, wurde die Wohnung nach Abschluss der Arbeiten an die anwesende Polizeistreife übergeben. Auch der Rettungsdienst war vor Ort. Nach etwa vierzig Minuten waren die Maßnahmen beendet und die Kräfte rückten wieder ab. Verletzte gab es keine.

Ölfilm im Lindauer Hafenbecken

Knapp eineinhalb Stunden später rückten die Kräfte der Löschgruppe Altstadt zum Lindauer Hafen aus. Im Bereich des Stegs 5 im Hafen wurde eine Verunreinigung der Wasseroberfläche mitgeteilt. Beim Eintreffen der Feuerwehr war die Gewässerverunreinigung deutlich erkennbar. Die Betriebsstoffe wurden durch die Feuerwehr sowohl von Land als auch von einem eingesetzten Mehrzweckboot aus, abgebunden. Offenbar sind bei der Betankung eines Boots im Lindauer Seehafen einige Liter Treibstoff in den Bodensee gelangt. Während der Arbeiten musste die Einsatzstelle abgesichert werden. Etwa eine Stunde später war der Einsatz beendet und die Kräfte rückten wieder ab.

Aufgrund der Gewässerverunreinigung im Lindauer Hafen musste die Feuerwehr die Stelle während des Einsatzes absichern.
Aufgrund der Gewässerverunreinigung im Lindauer Hafen musste die Feuerwehr die Stelle während des Einsatzes absichern. (Bild: Feuerwehr Lindau/Bodensee)

An die gleiche Einsatzstelle mussten die Einsatzkräfte am gestrigen Sonntagmittag und am heutigen Montagvormittag ausrücken. Erneut wurden hier Gewässerverunreinigungen gemeldet. Nach jeweils einer Stunde waren die Betriebsstoffe auf der betroffenen Wasserfläche abgebunden und die Einsätze abgeschlossen.

Bei allen Einsätzen war neben dem Wasserwirtschaftsamt und dem Hafenmeister auch eine Streife der Lindauer Wasserschutzpolizei vor Ort.

Brandalarm in Beherbergungsbetrieb

Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, um 00:08 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Allgäu die Löschgruppe Altstadt gemeinsam mit dem Löschzug Hauptwache in den Herbergsweg. Die Brandmeldeanlage der Jugendherberge hatte ausgelöst.

Das Gebäude war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits geräumt. Nach sofortiger Erkundung durch einen Trupp konnten weder Feuer noch Rauch festgestellt werden. Eine Überprüfung der Räumlichkeiten mittels Wärmebildkamera ergab keine Auffälligkeiten. Ein Rauchmelder hatte ohne erkennbaren Grund ausgelöst, sodass die Unterbrechung der Nachtruhe für die Gäste des Betriebes nur von kurzer Dauer war.

Nach knapp 30 Minuten erfolgte die Rückstellung der Anlage und die Einsatzkräfte rückten wieder ab. Polizei und Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort.

(Pressemitteilung: Feuerwehr Lindau/Bodensee)