Sieg für Deutschland in der Nationenwertung 470er Mixed-WM in Israel: Simon Diesch und Anna Markfort segeln auf Rang fünf

470er Mixed-WM in Israel: Simon Diesch und Anna Markfort segeln auf Rang fünf
Auf Rang fünf segelten Simon Diesch (WYC) und seine Berliner Vorschoterin Anna Markfort bei der Weltmeisterschaft der 470er in Israel. 60 Teams aus 19 Nationen waren am Start und absolvierten mit dem Medal Race 12 Wettfahrten. (Bild: Amit Shisel)
WOCHENBLATT
Redaktion

Sein bestes Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft der olympischen 470er-Jolle hat Simon Diesch erreicht: Der 27-Jährige aus dem Olympiateam des Württembergischen Yacht-Clubs und seine Berlinerin Vorschoterin Anna Markfort segelten bei der Weltmeisterschaft der olympischen 470er-Jollen im israelischen Sdot-Yam (24.-29.10.2022) auf Rang fünf.

Nach der Vorrunde der insgesamt 60 Crews aus 19 Nationen waren Diesch/Markfort mit drei Tagessiegen in fünf Wettfahrten als Dritte in die Gold-Fleet der besseren Hälfte eingezogen. Weitere sechs Wettfahrten bei anspruchsvollen Bedingungen an der Mittelmeerküste mit täglich mittleren Windverhältnissen wurden gesegelt, drei einstellige Ergebnisse erreichte das Duo. Als Fünfte, nur zwei Punkte hinter den Drittplatzierten, waren sie dann in das Medal Race eingezogen, konnten sich aber mit einem siebten Platz nicht mehr verbessern.

„Edelmetall ist uns leider aus der Hand geglitten. Aber wir gehören zur Weltspitze, sind in Schlagdistanz zum Podium“, sagte Simon Diesch nach der „Sprint-Saison“. Denn für den Jura-Studenten war es erst die dritte Regatta mit Anna Markfort. Zur Kieler Woche waren die beiden in den Mixed-Regattazirkus eingestiegen, segelten dort auf Rang zwei, bei der EM im September in der Türkei auf Rang elf. „Klar haben wir noch Baustellen, wissen aber auch, wo die sind“, so Diesch. „Die Starts sind noch verbesserungsfähig, auch die teaminterne Kommunikation und Rollenverteilung und die Fitness“, zählt er auf. Denn bei vielen Wettfahrten der WM-Woche wehte der Wind mit zehn bis 13 Knoten. Da ist „Pumpen“ schon erlaubt, eine unheimlich körperlich anstrengende Aufgabe.

Die 470er-Segler dürfen mit Flügelschlag-ähnlichen Bewegungen der Segel für zusätzlichen Vortrieb sorgen. Auch wenn noch ein wenig Luft nach oben ist, bezeichnet Simon Diesch das Ergebnis als „absolut gelungene Teamleistung“. Mit Rang fünf hat er eines der besten Ergebnisse deutscher Segler der vergangenen Jahre im 470er erzielt. Doch es wurde noch getoppt von seinem langjähriger Augsburger Mitsegler Philipp Autenrieth (solange im 470er Damen und Herren getrennt segelten), der in Israel mit der Hamburgerin Luise Wanser neuer Weltmeister wurde.

„Das ist wohlverdient. Sie haben in diesem Jahr absolut die meisten Stunden auf dem Wasser verbracht“, gratuliert Simon Diesch. Beide Teams sicherten Deutschland den Sieg in der Nationenwertung bei dieser WM. Dazu segelten auch noch Malte und Anastasiya Winkel (Kiel) auf Rang sechs. „Die engagierte und disziplinierte Arbeit, viel Mühe und Detailarbeit zahlen sich aus“, freute sich Diesch über das gute Abschneiden der deutschen Crews. „Wir haben eine Menge Teamwork in der deutschen Mannschaft. Die fünf Boote fordern sich ständig gegenseitig. Jeder hat andere Stärken bei unterschiedlichen Bedingungen – und das macht uns alle besser“, erklärte Simon Diesch.

Vier Wochen sind nun Pause – respektive Studium – dann geht es ins Trainingslager nach Lanzarote.

(Vereinsmitteilung: Württembergischer Yacht-Club e.V.)