Winter geht weiter: Kälte, Schnee – und auch noch Streiks

Menschen spazieren durch den verschneiten Volkspark Friedrichshain in Berlin.
Menschen spazieren durch den verschneiten Volkspark Friedrichshain in Berlin. (Bild: Hannes P. Albert/dpa)

Deutsche Presse-Agentur
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In Deutschland geht es winterlich weiter. Während die Temperaturen im Norden tief fallen, erwartet den Süden neuer Schnee. In drei Bundesländern im Norden kann es zu einem eingeschränkten Winterdienst kommen.

Das winterliche Wetter hat Deutschland auch weiterhin fest im Griff. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für einen Großteil Deutschlands bereits die zweite Nacht in Folge eine amtliche Glätte-Warnung heraus, die noch bis um 11.00 Uhr gilt.

Für Teile Schleswig-Holsteins gilt zudem eine Warnung vor starkem Frost. Ein Meteorologe vom DWD sagte am Donnerstagmorgen: «Das Winterwetter setzt sich fort und es wird kälter.»

Wegen Glatteis schlitterte am Mittwochabend eine Maschine der Eurowings von der Rollbahn des Hamburger Flughafens. Das aus Stuttgart gekommene Flugzeug sei beim Parkvorgang gerutscht, sagte eine Sprecherin von Eurowings in der Nacht. Verletzt wurde niemand. Laut Flughafen ging der Betrieb normal weiter.

Straßenmeistereien sollen bestreikt werden

In drei anderen nördlichen Bundesländern sollen die Straßenmeistereien bestreikt werden. In Niedersachsen und Bremen rief die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte der Straßenmeistereien im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder zum 24-stündigen Warnstreik ab 6.00 Uhr auf. In Schleswig-Holstein rief Verdi die Beschäftigten im Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr zum Streik auf. Es gebe «nur einen eingeschränkten Winterdienst», teilte die Gewerkschaft mit.

In der Nacht kam es auf den Straßen in Schleswig-Holstein noch zu keinen größeren Einschränkungen. «Es ist alles sehr gefroren und fast minus 10 Grad. Bisher aber ruhig. Mit dem Warnstreik müssen wir mal gucken, ob da alles so läuft», sagte ein Sprecher im Lagezentrum Schleswig-Holstein.

Im Osten Deutschlands wurden nur wenige wetterbedingte Unfälle gemeldet: Bei der Stadt Anklam in Mecklenburg-Vorpommern streifte ein Auto am Mittwochabend auf schneeglatter Straße das Schiebeschild eines entgegenkommenden Räumfahrzeuges des Winterdienstes. Wie die Polizei mitteilte, drehte sich das Auto daraufhin und stieß mit einem entgegenkommenden Transporter zusammen, der hinter dem Räumfahrzeug fuhr. Zwei Männer wurden dabei leicht verletzt.

In Thüringen gebe es auf den Autobahnen im Bereich des Thüringer Walds kleinere Vorfälle, berichtete ein Sprecher des dortigen Lagezentrums. «Mal das ein oder andere Auto oder ein Lkw, die mit dem Schnee nicht so gut zurechtkommen. Mal vor Mittelleitplanke oder in den Straßengrabe, aber ohne größere Sach- und Personenschäden. Alles, was so im Winter passiert.»

Auch auf den Straßen Berlins war es nach Angaben des Lagezentrums ruhig. «Es ist deutlich besser als in den vergangenen beiden Nächsten mit mehreren Verkehrsunfällen aufgrund der Wetterlage», sagte ein Sprecher. Am Mittwoch hatte es in der Hauptstadt laut Polizei bis zum Vormittag fast 180 Polizeieinsätze wegen Verkehrsunfällen gegeben.

«In Teilen vom Saarland liegt Schnee und wir haben auch Eis auf den Straßen, aber bisher keine großen witterungsbedingten Unfälle», hieß es aus dem Lagezentrum im Saarland. Auch in Baden-Württemberg meldete das Lagezentrum stellenweise Schnee, aber keine besonderen Unfallschwerpunkte.

Ein Meteorologe vom DWD sagte, vor allem im Norden gebe es im Tagesverlauf fast überall Dauerfrost. In Schleswig-Holstein sei die Temperatur in der Nacht teils auf minus 14 Grad herunter gegangen. «Das ist durchaus bemerkenswert für die Region und Jahreszeit und kein alltägliches Ereignis.» Schnee gebe es am Donnerstag vor allem im äußersten Süden.

«Vom südlichen Baden-Württemberg ziehen im Tagesverlauf Schneefälle bis nach Bayern. Da die Temperaturen hier aber teils noch im leichten Plusbereich sind, bleibt nicht alles liegen», sagte der Wetterexperte.