Die ADAC-Luftretter sind im Jahr 2025 in Baden-Württemberg zu 1.475 Einsätzen gestartet – deutlich weniger als noch im Vorjahr. Die Zahl der Rettungsflüge aus der Luft ist damit erneut zurückgegangen.
Die Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung wurden im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg seltener zu Notfällen alarmiert als zuvor. Nach Angaben des ADAC absolvierten die gelben Notarzt-Hubschrauber insgesamt 1.475 Einsätze im Südwesten. Das entspricht rund 270 Einsätzen weniger als im Jahr davor. Bereits 2024 war die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4,5 Prozent gesunken.
Nach Angaben der Organisation ist der Rückgang unter anderem auf wetterbedingte Flugausfälle sowie auf erweiterte Kompetenzen für Notfallsanitäterinnen und -sanitäter zurückzuführen. Diese dürfen inzwischen mehr Behandlungen eigenständig übernehmen, sodass ein Notarzt per Hubschrauber seltener benötigt wird.
Am häufigsten wurden die Crews zu Unfallopfern gerufen, darunter bei Freizeit-, Sport- und Verkehrsunfällen. An zweiter Stelle standen Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte oder Herzrhythmusstörungen. Die meisten Einsätze im Südwesten verzeichnete erneut der am Bundeswehrkrankenhaus Ulm stationierte Rettungshubschrauber «Christoph 22» mit 915 Alarmierungen.
Hubschrauber aus fünf Bundesländern
Für die Versorgung der Bevölkerung in Baden-Württemberg waren insgesamt zwölf ADAC-Hubschrauber aus fünf Bundesländern im Einsatz. Dank spezieller Nachtsichttechnik können einige Stationen inzwischen auch bei Dunkelheit fliegen – in Ulm sogar ganzjährig bis 20.00 Uhr. Bundesweit rückten die «fliegenden Gelben Engel» im vergangenen Jahr zu fast 49.000 Notfällen aus.