Wanderin auf Kreta in Gefahr: Münchner Feuerwehr hilft übers Telefon

Wanderin auf Kreta in Gefahr: Münchner Feuerwehr hilft übers Telefon
Telefonische Hilfestellung durch einen Mitarbeiter der Feuerwehr in der Einsatzzentrale // Symbolbild. (Bild: picture alliance / SZ Photo | Robert Haas)

Eine Münchnerin war auf Wandertour in Kreta. In einem Steilhang der griechischen Insel verunfallt die Frau. Sie wählt den Notruf, versteht aber die örtlichen Rettungskräfte nicht. In ihrer Hilflosigkeit ruft sie in ihrer bayerischen Heimatstadt an.

Diese Geschichte ist an Kuriosität kaum zu überbieten und ist der Beweis, wenn jeder über den Tellerrand schaut und zusammenarbeitet, kann was Großes entstehen. In diesem Fall wurde eine aufwendige und nicht alltägliche Rettungskette mit vielen Telefonaten in Gang gesetzt, um einer Urlauberin in Kreta zu helfen. Was war passiert?

Hilferuf bei Freund in 2.500 km Entfernung

Die verunfallte Urlauberin meldete sich laut einem Pressebericht der Feuerwehr München bei ihrem Freund in der bayerischen Landeshauptstadt und erklärte aufgeregt, dass sie beim Wandern auf Kreta in einem Steilhang feststeckt, entkräftet ist und nicht mehr weiterkommt. Aufgrund der Sprachbarriere war eine Verständigung mit den örtlichen Rettungskräften nicht möglich. Der Freund ist aber rund 2.500 km von der Unfallstelle entfernt. Was soll er tun?

Er meldet sich gegen 16 Uhr telefonisch bei der Integrierten Leitstelle in München. Der Disponent erfasste die notwendigsten Daten, fragte nach Koordinaten, einer Rückrufnummer und versuchte nun einen Kontakt nach Kreta zu bekommen.

Kontakt nach Kreta konnte hergestellt werden

In der Botschaft ist niemand mehr zu erreichen, also versucht er es beim Auswärtigen Amt in Berlin. Dort konnte ein Kontakt nach Kreta hergestellt werden. Über eine Konferenzschaltung wurden nun die notwendigen Daten ausgetauscht.

Die Rettungskräfte aus Kreta setzen Fußtrupps und einen Hubschrauber ein, um die Urlauberin aus München im Steilhang zu finden. Am späten Abend dann die glückliche Nachricht. Die Wanderin konnte gefunden werden und unverletzt, aber entkräftet, in Sicherheit gebracht werden. Was für eine Geschichte! Organisiert hatte die ganze Aktion die Feuerwehr München.

(Quelle: Feuerwehr München/Presse)