Zustände seit Jahren bekannt Vernachlässigte Ziegen ohne ausreichend Nahrung – einige bereits tot

Vernachlässigte Ziegen ohne ausreichend Nahrung – einige bereits tot
Es ist nicht vorzustellen, was die vernachlässigten Ziegen vor ihrem Tod erleiden mussten. (Bild: michelangeloop // iStock / Getty Images Plus)
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Im Landkreis Freudenstadt sollen mindestens 20 Ziegen gehalten werden, die kaum Nahrung erhalten. Wie PETA berichtet, sind die Tiere sogar Glasscherben ausgesetzt und teilweise angebunden. Mehrere Ziegen sollen bereits verendet sein.

Bereits im Jahr 2024 ging bei PETA Deutschland eine Whistleblower-Meldung über vernachlässigte Ziegen im Landkreis Freudenstadt. Besorgte Anwohner meldeten die Missstände beim zuständigen Veterinäramt – ein Jahr später gingen bei der Tierrechtsorganisation weitere Meldungen ein, dass sich vor Ort nichts geändert habe.

Schockierende Fotos

„Immer wieder erreichen uns Horror-Meldungen zu toten und vernachlässigten Tieren – und die Zustände halten teils seit vielen Monaten oder sogar Jahren an“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin bei PETA Deutschland.

Wie es in einer Pressemitteilung weiter heißt, gingen Anfang Juni 2025 bei PETA weitere Meldungen ein, dass eine Privatperson an mehreren Standorten weiterhin Ziegen halten würde, die immer noch vernachlässigt würden. Am gemeldeten Standort leben mindestens 20 Tiere.

  • Diese sollen kaum Nahrung oder medizinische Versorgung erhalten.
  • Laut Meldung sind sie Glasscherben und anderem Unrat ausgesetzt – teilweise angebunden.
  • Auf den zugesandten Bildern sind drei bereits tote Tiere zu sehen.

PETA-Meldung an zuständige Behörden und Strafanzeige

„Wir wandten uns daraufhin sofort an die zuständige Behörde des Landkreises Freudenstadt und forderten eine Untersuchung der toten Tiere, um die Todesursache bestimmen zu können, sowie ein Tierhalteverbot. Wir bekamen die Rückmeldung, dass der Fall in Bearbeitung sei und Maßnahmen ergriffen sowie Untersuchungen eingeleitet wurden“.

Zudem erstattete PETA gegen den Halter Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Rottweil. „Wir fordern, dass die noch lebenden Tiere für den Rest ihres Lebens an geeignete Stellen vermittelt werden“.

Meldungen bei Veterinärämtern erfordern Beharrlichkeit

PETA: Für die Überwachung und den Vollzug des Tierschutzgesetzes sind in Deutschland Veterinärämter zuständig. Wir melden den Behörden jeden Monat zahlreiche Fälle von Tierquälerei. Während in vielen Fällen in Zusammenarbeit mit Amtstierärzten sehr gute Erfolge für die Tiere erzielt werden, gibt es noch immer zu viele Behörden, die das Tierschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien nicht konsequent genug umsetzen.

Melden Sie Tierquälerei

Zeugen von Tierquälerei sollten sich an die zuständige Veterinärbehörde ihrer Stadt oder ihres Landkreises wenden – dabei gilt es, einige Punkte zu beachten:

  • Beobachtungen sollten detailliert und sachlich zusammengefasst werden.
  • Besonders hilfreich ist Bild- und Videomaterial.

Haken Sie nach der Meldung beim Veterinäramt unbedingt so lange nach, bis der Missstand beseitigt ist. Das kann ermüdend sein, ist aber oft die einzige Chance für die betroffenen Tiere“, so Lisa Kainz. Weitere Infos: www.peta.de/neuigkeiten/vernachlaessigte-ziegen-freudenstadt

(Quelle: PETA)