Vergiss „123456“ – Hier sind 5 Tipps für die Erstellung eines wirklich starken Passworts

Einen Fehler, den Nutzer begehen, ist der, dass sie zu kurze Kennwörter verwenden // Symbolbild.
Einen Fehler, den Nutzer begehen, ist der, dass sie zu kurze Kennwörter verwenden // Symbolbild. (Bild: Family Stock/Adobe Stock)

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Jedes Jahr erscheinen Listen der beliebtesten Passwörter von Online-Nutzern. Leider besteht die Top 10 durchweg aus Kennwörtern, die mehr als unsicher sind und von denen Experten dringend abraten. Doch es gibt Tipps, wie du wirklich starke Passwörter erstellen kannst.

Tipps für starke Passwörter

1. Auf die Länge kommt es an

Einen Fehler, den Nutzer begehen, ist der, dass sie zu kurze Kennwörter verwenden. Es gilt, dass je länger ein Passwort ist, desto sicherer ist es auch. Es gibt unterschiedliche Meinungen über die Mindestlänge, jedoch lässt sich im Allgemeinen sagen, dass dein Passwort aus mindestens 8 Zeichen bestehen sollte.

Wie im Anschluss noch deutlich wird, ist die Länge aber kein alleiniger Faktor für ein starkes Passwort. Du kannst ein Passwort aus 20 Zeichen für dein Konto haben, dass dennoch nicht sicher sein muss.

2. Wähle ein Passwort, dass möglichst komplex ist

Erstelle ein Passwort, das aus einer Kombination von Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen besteht. Es sollte sich zudem um kein existierendes Wort oder einen bekannten Begriff handeln.

Ein Negativbeispiel wäre hundeschule123!. Auf den ersten Blick besitzt es die richtige Länge und ist scheinbar komplex, doch besteht es aus einem existierenden Wort („Hundeschule“). Und lässt sich das Passwort darüber hinaus anhand deiner persönlichen Interessen erraten – weil du Hunde magst – ist es äußerst unsicher.

Daher ist es ratsam, dass du ein Kennwort wählst, das willkürlich zusammengesetzt ist. Es sollte kein Begriff sein, der im Wörterbuch zu finden ist oder mit dir in Verbindung steht. Sicherlich macht es das schwieriger, sich das Passwort zu merken, aber für das zentrale Speichern kannst du einen Passwort-Manager verwenden.

3. Nutze einen Passwort-Manager

Wenn du nun die ersten beiden Tipps berücksichtigt hast, fragst du dich vielleicht, wie du dir bei den unzähligen Online-Konten all die Passwörter merken sollst. Dafür kann ein Passwort-Manager äußerst hilfreich sein. Dies ist eine Art virtueller Tresor, mit dem du deine Zugangsdaten zentral verwalten und speichern kannst und von all deinen Geräten Zugriff darauf hast.

Das Praktische an solchen Tools ist, dass sie dir helfen, komplexe und lange Kennwörter zu erstellen, sodass du mit nur wenigen Klicks die ersten beiden Tipps für mehr Passwortsicherheit beherzigen kannst. Der Passwort-Manager NordPass kommt beispielsweise mit einem solchen Feature.

4. Nutze für jedes deiner Konten unterschiedliche Passwörter

Vermeide es, dasselbe Passwort für mehrere oder gar alle deine Accounts zu verwenden. Du solltest für jedes Konto unterschiedliche Zugangsdaten besitzen, denn damit verhinderst du, dass ein Hacker, der in den Besitz der Login-Daten für eines deiner Konten kommt, direkten Zugriff auf weitere Accounts von dir hat. Selbst bei der höchsten Passwortsicherheit kann es zu Datenleaks kommen, auf die du keinen Einfluss hast.

5. Aktiviere eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)

Eine 2FA schafft eine zweite Sicherheitsschicht für deine Konten. Schaffen es Hacker, dein Passwort zu knacken, benötigen sie einen zusätzlichen Code, um letztlich Zugriff auf dein Konto zu erhalten.

Diese Codes werden per App generiert oder dir per SMS zugesandt. Vor allem bei Konten mit sensiblen Daten ist eine 2FA empfehlenswert, da durch einen geringen Mehraufwand deine Cybersicherheit erhöht wird.