Am Freitagabend wurde in Mühlheim ein neunjähriges Kind von einem ausgebüxten Polizeihund angegriffen und verletzt. Das Tier gelangte auf die Wiese des Nachbargrundstücks, wo sich mehrere spielende Kinder befanden.
Bei dem Tier handelt es sich um einen Polizeihund. Dieser befand sich laut einer Pressemitteilung offenbar zunächst in seiner Hundebox und später im Garten des Diensthundeführers, bevor er auf die Wiese des Nachbargrundstücks gelangte. Dort spielten mehrere Kinder mit einem Ball.
Hund beißt kräftig zu
Das Tier lief vermutlich auf den 9-Jährigen zu, so dass dieser offenbar erschrak und wegrannte, heißt es seitens der Polizei. Anschließend biss der Hund dem Jungen ins Gesäß, bevor er durch die Frau des Diensthundeführers gesichert wurde.
Das Kind musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde die Bisswunde genäht, der Bub blieb jedoch vorsorglich in der Klinik. Wie es von der Polizei heißt, wird gegen den Diensthundeführer sowie seine Frau wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die Ermittlungen werden aus Neutralitätsgründen von der Polizei Bochum übernommen.
Ein Diensthundeführer ist eine spezialisierte Sicherheitskraft (Polizei, Zoll, Bundeswehr), die einen ausgebildeten Hund bei Einsätzen führt, um Aufgaben wie Schutz, Spurensuche (Drogen, Sprengstoff) oder Vermisstensuche zu bewältigen.
(Quelle. PM Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr)