Tag des Freibads am 07. Juli: Ab ins kühle Nass!

Tag des Freibads am 07. Juli: Ab ins kühle Nass!
Freibäder sind im Sommer gut besucht. Dennoch droht vielen Bädern die Schließung. (Bild: picture alliance/dpa | Fabian Sommer)

Rutschen, planschen, schwimmen, den Sommer genießen – das geht kaum irgendwo besser als im Freibad. Auch die Pommes schmecken hier immer doppelt so gut. Doch viele Freibäder sind von Schließungen bedroht. Deshalb wurde der ‚Tag des Freibades‘ ins Leben gerufen.

Am heutigen Freitag, 7. Juli, ist der bundesweite Tag des Freibades. Er soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, unsere Freibäder zu erhalten.

Der Förderverein des Freibads Tannheim in Villingen-Schwennigen hat den Freibad-Tag 2019 zu Ehren der Freibäder ins Leben gerufen. Die Initiatoren möchten damit auf die bundesweite Notlage vieler Freibäder aufmerksam machen und ins Bewusstsein rufen, wie wichtig die Bäder für unsere Gesellschaft sind.

Übrigens: Am 05. Juli war auch der Tag des Bikinis.

Viele Freibäder sind von Schließungen betroffen

Und der Tag scheint nötig zu sein. So berichtet die DLRG, dass in den vergangenen 17 Jahren deutschlandweit ca. 80 Freibäder pro Jahr schließen müssen. Die Gründe dafür sind unter anderem zu hohe Kosten oder Personalmangel.

Außerdem kommt es momentan in immer mehr Freibädern zu gewalttätigen Auseinandersetzung.

Die DLRG will verhindern, dass Deutschland ein Land der Nichtschwimmer wird und hat im Oktober 2018 eine Online-Petition für den Bädererhalt und gegen das Bädersterben ins Leben gerufen. Rund 120.000 Unterschriften sind so zusammengekommen.

Schwimmbäder sind unverzichtbar

Laut dem Deutschen Städte- und Gemeindebund halten über 80 Prozent der Bevölkerung Schwimmbäder für unverzichtbar. Schwimmen ist demnach nach Radfahren und Laufen die beliebteste Sportart.

Vor allem für Kinder sind Freibäder wichtig: Zur Beschäftigung und zum Schwimmenlernen.
Vor allem für Kinder sind Freibäder wichtig: Zur Beschäftigung und zum Schwimmenlernen. (Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Dennis Duddek/ Eibner Pressefoto)

Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- und Gemeindebund, betont: „Ein Freibad ist auch ein Ort zum Erwachsenwerden: Hier lernt man schwimmen, trifft sich mit Schulfreunden, später verbringt man dort mit seiner Familie einen entspannten Urlaubstag und nutzt es im Alter, um sich durch Schwimmen fit zu halten.“

Es müsse mehr für den Erhalt der Bäder in Deutschland getan werden. Denn Freibäder gehörten zu den teuersten öffentlichen Infrastrukturen. Hinzu komme ein erheblicher Sanierungsstau, der bei rund 5 Milliarden Euro liege. Die Städte und Gemeinden bräuchten daher gezielte Förderprogramme von Bund und Ländern zur Sanierung ihrer Schwimmbäder.

(Quellen: DLRG Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., Dokumentation „Freibäder und Kommunen“ vom Deutschen Städte- und Gemeindebund, Freibad Tannheim)