Viel mehr als nur ein Hauch von Nichts – Am 5. Juli ist Bikini Day

Viel mehr als nur ein Hauch von Nichts – Am 5. Juli ist Bikini Day
Farbig, modisch und oft auch sexy: Die angesagten Zweiteiler sind aus der Bademode nicht mehr wegzudenken. (Bild: jacoblund// iStock / Getty Images Plus)

Er ist klein, passt in jede Hosentasche und ist der ständige Begleiter im Sommer: Der Bikini. Was als obszöner Modeskandal begann, gehört heute zur Grundausstattung für einen Badetag. Am 5. Juli wird dem Zweiteiler gedacht – vor allem in den USA. Für Männer gibt es auch Modelle.

Ein Bikini muss allerhand aushalten, denn er wird häufig in Salzwasser und Chlorwasser getaucht, bekommt Reste verschiedenster Sonnencremes ab und natürlich Sonne satt. Kein Wunder, dass er gerne auch mal ausbleicht. Ganz wichtig: Am 5. Juli ist sein Ehrentag.

Zündender Begriff, der die Männerwelt begeisterte

An diesem Tag im Jahr 1946 präsentierte der französische Modedesigner Louis Réard (1897 – 1984) im Pariser Schwimmbad Piscine Molitor erstmals den von ihm erfundenen Bikini. Nackttänzerin Micheline Bernardini trug den Hauch von Nichts und konnte sich vor Verehrerbriefen kaum retten. Sein Erfinder suchte nach einem zündenden Begriff, der wie eine Bombe einschlagen sollte. Er erinnerte sich an die Atomversuche der Amerikaner im Pazifik.

Die Öffentlichkeit war schockiert und der Skandal perfekt. Während die Männerwelt mit leuchtenden Augen auf den knappen Zweiteiler blickte, empörten sich die anderen und verurteilten Louis Réard.

Bondgirl als Hingucker

Sowohl in Europa als auch in öffentlichen Badeeinrichtungen der USA war er lange verboten. Bondgirl Ursula Andress entstieg im James Bond Film „007 jagt Dr. No“ (1962) im Bikini aus den Fluten. Sehnsüchtig blickten nicht nur deutsche Frauen auf diese Szene.

Ursula Andress war im Jahr 1962 das erste Bond-Girl – und dann gleich im Bikini.
Ursula Andress war im Jahr 1962 das erste Bond-Girl – und dann gleich im Bikini. (Bild: picture alliance / Captital Pictures)

Das ehemalige Sexsymbol Brigitte Bardot trug bereits im Jahr 1952 in einem französischen Film einen Bikini. Es dauerte noch bis zu Beginn der 1970er Jahre, bis der knappe Zweiteiler bei uns in öffentlichen Badeanstalten erlaubt wurde.

Der knallrote Badeanzug von Pamela Anderson 

Wer näher in die Geschichte des Bikinis und der Bademode allgemein eintauchen möchte, für den gibt es das weltweit erste „Bikini Art Museum“ (BAMs) in Bad Rappenau. Die Besucher dürfen sich auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Bademode mit Kouriosem & Heiterem freuen. Absolute Highlights sind die Badeanzüge und Zweiteiler weltberühmter Stars wie Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Elke Sommer, Esther Williams oder Scarlett Johansson.

Ein bekannter Neuzugang im BAMs ist der knallrote Badeanzug von Pamela Anderson aus der Kult-Serie Baywatch. Er wurde für einen Kaufpreis von 27.500 USD ersteigert. Von 1989 bis 2001 flimmerte die Serie weltweit in 144 Ländern über die TV-Bildschirme und spiegelt die damals geltende US- amerikanische Badekultur und vorherrschende Schönheitsideale am Rande der Perfektion wider.

Auf die Besucher des BAMs warten rund 400 bemerkenswerte Bademoden-Exponate der weltweit einmaligen Sammlung, die insgesamt rund 1.200 Stücke umfasst. Die Krönung der Sammlung stellen jedoch die Bademodenstücke des Bikini-Erfinders Louis Réard dar – 13 der 17 Originale befinden sich im Besitz des BikiniARTmuseums.

Pamela Andersons roter Badeanzug aus Baywatch kann im Bikini Art Museum“ (BAMs) in Bad Rappenau besichtigt werden.
Pamela Andersons roter Badeanzug aus Baywatch kann im Bikini Art Museum“ (BAMs) in Bad Rappenau besichtigt werden. (Bild: picture alliance / Globe-ZUMA | Supplied By Globe Photos, Inc)

Bikinis für Männer

Auch die Gender-Debatte hinterlässt ihre Spuren in der Bademode. Beispielhaft steht hierfür das brasilianische Label „Fernando Cozendey“, das mit einem Männerbikini 2021 den JANARA Swimwear Award in der Kategorie „Extravagant & Provocative“ gewann.

Aufgepasst: In diesem Sommer gehören knallige Farben wie Orange, Pink und Gelb zu den Highlights in der Bademode. Die Designs der Stunde haben einen leichten Hippie-Flair.

(Quelle: BikiniARTmuseum/Presse)