Rettungsaktion am Großglockner: Alpinist rutscht am Gletscher bei Nacht ab

Rettungsaktion am Großglockner: Alpinist rutscht am Gletscher bei Nacht ab
Rettungseinsatz am Großglockner // Symbolbild. (Bild: Cylonphoto/iStock / Getty Images Plus)

Zwei Bergsteiger stiegen am 14. August auf den Gipfel des Großglockners. Beim Abstieg wurden die beiden von einem Gewitter überrascht, die Nacht brach herein und einer der Männer rutschte über steiles Gelände ab.

Im Bereich des Eisleitels auf einer Höhe von ca. 3.640 m rutschte laut Polizeibericht der 34-jähriger Bergsteiger gegen 22 Uhr auf dem teilweise blanken Gletscher aus. Er schlitterte ein Stück über steiles Gelände talwärts und blieb zum Glück unverletzt.

Notruf konnte nicht richtig übermittelt werden

Die Alpinisten setzten einen Notruf ab und merkten aber, dass dieser nur bruchstückhaft abgesetzt werden konnte. Der 34-Jährige entschloss sich daher, weiter in Richtung Erzherzog Johann Hütte (3454 m) abzusteigen, um dort Hilfe zu organisieren.

Aufgrund der Dunkelheit beim Abstieg kam der Mann vom Weg ab und geriet auf den spaltendurchsetzten Hofmannskees nördlich der Hütte. Der bereits abgerutschte Alpinist, ein 32-jähriger Mann, war nicht mehr in der Lage, den Abstieg zu meistern und blieb im Bereich des Eisleitels.

Glückliche Fügung: Bergführer waren vor Ort

Ein Mitglied der Bergrettung Kals, der sich auf der Erzherzog-Johann-Hütte befand, organisierte mit fünf Bergführern, die ebenfalls alle vor Ort waren, die Rettung der beiden deutschen Bergsteiger. Der Einsatz war gegen 23.30 Uhr abgeschlossen.

Der Großglockner ist mit 3.798 Meter  der höchste Berg der Alpenregion Österreich. Mit 3454 m ist die auf der Adlersruhe gelegene Erzherzog- Johann- Hütte die höchstgelegene Schutzhütte Österreichs.

(Quelle: LPD Tirol)