Tübingens OB Palmer kritisiert mangelnde Unterstützung bei Streit in Zug

Palmer kritisiert mangelnde Unterstützung bei Streit in Zug
Tübingens Oberbürgermeister Palme hatte Ärger in einem Zug. (Bild: Christoph Schmidt/dpa)
WOCHENBLATT
WOCHENBLATT
Deutsche Presse-Agentur
Deutsche Presse-Agentur

Ein Jugendlicher, ein Oberbürgermeister und eine hitzige Diskussion über Regeln im Zug: Als Boris Palmer diese durchsetzen will, stellen sich mehrere Mitreisende gegen ihn – sehr zu seiner Enttäuschung.

Nach eigenen Angaben ist Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer in einem Zug mit mehreren Fahrgästen in Streit geraten. Der Vorfall stehe beispielhaft für gesellschaftliche Entwicklungen. «Immer wieder ist zu beobachten, dass sich Fahrgäste oder Passanten in Konfliktsituationen solidarisch zeigen – allerdings nicht mit Vollzugsbediensteten, sondern mit den Personen, mit denen diese gerade in Auseinandersetzung stehen», schrieb Palmer in einem Facebook-Post.

Mit Deutschlandticket in der ersten Klasse

Auslöser der Auseinandersetzung war laut Palmer ein Jugendlicher, der sich bewusst ohne Berechtigung in die erste Klasse eines Zuges im Stadtgebiet gesetzt hatte. Nachdem Palmer ihn darauf hingewiesen hatte, dass das Deutschlandticket dort nicht gilt, habe der Jugendliche mit der Beleidigung «Halt die Fresse» reagiert. Daraufhin habe sich Palmer mit seinem Dienstausweis als Leiter einer Ortspolizeibehörde ausgewiesen und auf mögliche rechtliche Konsequenzen aufmerksam gemacht. Mehrere Fahrgäste hätten sich anschließend eingemischt – jedoch nicht unterstützend, sondern kritisch gegenüber Palmers Vorgehen.

Demnach begann ein Mitreisender, die Situation zu filmen, während andere Palmer Grenzüberschreitungen vorwarfen. Eine weitere Passagierin, die sich später als Lehrerin vorgestellt habe, habe laut Palmer den Regelverstoß grundsätzlich infrage gestellt und sein Einschreiten als unangemessen bewertet. Den Hinweis, dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit gehandelt habe, habe sie ignoriert.

Der Vorfall habe ihn nachdenklich gestimmt. Es stelle sich die Frage, welches Verständnis von Ordnung, Verantwortung und Rechtsstaatlichkeit durch eine solche Person weitervermittelt werde.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.