Zusammenarbeit EU und Australien schließen Freihandelsabkommen und stärken Zusammenarbeit

EU und Australien schließen Freihandelsabkommen und stärken Zusammenarbeit
(Foto: European Union, 2026 – Audiovisual Service)
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BRÜSSEL/CANBERRA – Die Europäische Union und Australien rücken politisch und wirtschaftlich enger zusammen. Beide Seiten haben ihre Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen abgeschlossen und gleichzeitig eine neue Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft vereinbart.

Zudem sollen Verhandlungen über eine Beteiligung Australiens am EU-Forschungsprogramm „Horizon Europe“ aufgenommen werden.

Mehr Handel und wirtschaftliche Chancen

Mit dem Freihandelsabkommen will die EU den Zugang zu einem wichtigen Wachstumsmarkt verbessern. Nach Einschätzung der EU könnten die Exporte in den kommenden zehn Jahren deutlich steigen.

Besonders profitieren könnten Branchen wie die Automobilindustrie, Chemie sowie die Landwirtschaft. Auch Investitionen zwischen beiden Wirtschaftsräumen sollen deutlich zunehmen.

Darüber hinaus soll das Abkommen helfen, Lieferketten stabiler zu machen – etwa bei wichtigen Rohstoffen. Gleichzeitig wurden Nachhaltigkeitsstandards vereinbart, um Umwelt- und Klimaschutz stärker zu berücksichtigen.

Enge Zusammenarbeit bei Sicherheit

Neben dem Handel wollen EU und Australien auch ihre Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen ausbauen. Die neue Partnerschaft umfasst unter anderem gemeinsame Strategien bei Cybersicherheit, maritimer Sicherheit und neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz.

Auch die Kooperation bei internationalen Einsätzen, Krisenbewältigung und Verteidigungsfragen soll intensiviert werden.

Signal für internationale Zusammenarbeit

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, dass beide Partner trotz großer geografischer Entfernung eng verbunden seien. Die neuen Abkommen seien ein wichtiges Signal für Zusammenarbeit und Stabilität in unsicheren Zeiten.

Stärkung der EU im Indopazifik

Mit der Vereinbarung baut die EU ihre Beziehungen in der wirtschaftlich wichtigen indopazifischen Region weiter aus. Bereits zuvor hatte die EU ähnliche Abkommen mit Ländern wie Indien und Indonesien vorangetrieben.

Die neuen Partnerschaften sollen Europas Position im globalen Wettbewerb stärken und langfristig für mehr wirtschaftliche und politische Stabilität sorgen.

(Quelle: Europäische Kommision)