BERLIN – Fußballfans können die Spiele der Weltmeisterschaft 2026 auch in Deutschland gemeinsam im Freien verfolgen – selbst spät in der Nacht. Die Bundesregierung hat dafür eine spezielle „Public-Viewing-Verordnung“ auf den Weg gebracht.
Die Regelung ermöglicht es Städten und Gemeinden, Ausnahmen von den geltenden Lärmschutzbestimmungen zu machen. Hintergrund ist die Zeitverschiebung zur WM in Kanada, Mexiko und den USA.
Mehr Flexibilität für Städte und Gemeinden
Durch die neue Verordnung erhalten Kommunen mehr Spielraum bei der Genehmigung von Public-Viewing-Veranstaltungen. Auch Übertragungen nach 22 Uhr sollen damit grundsätzlich möglich sein.
Gleichzeitig bleibt es Aufgabe der zuständigen Behörden, im Einzelfall zwischen dem öffentlichen Interesse an den Spielen und dem Schutz der Nachtruhe abzuwägen.
Viele Spiele laufen nachts
Aufgrund der Austragungsorte werden zahlreiche Spiele aus deutscher Sicht zu ungewöhnlichen Zeiten stattfinden. Insgesamt umfasst das Turnier 104 Partien, viele davon in den Nachtstunden.
Als Nachtzeit gilt in Deutschland der Zeitraum zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Besonders häufige Anstoßzeiten liegen unter anderem um 21 Uhr, 22 Uhr, Mitternacht und 3 Uhr.
Deutsche Spiele teilweise am Abend
Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft sollen überwiegend zu moderaten Zeiten stattfinden. Drei Vorrundenspiele beginnen um 19 Uhr, zwei weitere um 22 Uhr.
Das Finale sowie die Halbfinalspiele sind für den Abend beziehungsweise späten Abend angesetzt.
Zustimmung der Länder steht noch aus
Die Verordnung wurde vom Bundeskabinett beschlossen, muss aber noch vom Bundesrat bestätigt werden.
Ähnliche Regelungen hatte es bereits bei vergangenen Welt- und Europameisterschaften gegeben, um Public Viewing trotz Lärmschutzvorgaben zu ermöglichen.
(Quelle: Bundesumweltministerium)