Ein farbenfrohes, leuchtendes Plakat wirbt in diesem Jahr für das Münchner Oktoberfest. Das Siegerdesign überzeugte Jury und Publikum gleichermaßen. Nun wurde vorgestellt, was das Motiv so besonders macht.
Riesenrad, Frauentürme, eine Tuba für die Blasmusik, eine Maß Bier und eine Breze: All diese typischen Wiesn-Symbole sind in einem kräftigen Farbenrausch miteinander verwoben. Das offizielle Plakat für das diesjährige Oktoberfest vereint die bekannten Motive in einem kubistisch-expressionistischen Stil.
Der Festleiter und Wirtschaftsreferent Christian Scharpf (SPD) präsentierte das Motiv, das aus einem Wettbewerb hervorging. Gestaltet wurde es vom Grafikdesigner Florian Huber. Die Jury beschrieb den Entwurf als dynamisch, modern und emotional.
Anleihen bei Stil von Lyonel Feininger
Die Entscheidung unter den letzten drei Bewerbern sei nach intensiven Diskussionen gefallen, berichtete Scharpf. Dies sei «ein Beleg für die Qualität der zur Wahl stehenden Entwürfe». Am Ende habe sich Hubers Gestaltung durchgesetzt, die an den Stil von Lyonel Feininger erinnere.
«Er verbindet gekonnt Tradition und Moderne, lenkt mit seiner leuchtenden Farbigkeit den Blick auf sich und weckt echte Emotionen beim Betrachten des Kunstplakats.»

Das Wirtschaftsreferat schreibt jedes Jahr einen Wettbewerb für das offizielle Motiv aus. Dieses soll nicht nur für die Wiesn werben, sondern auch den offiziellen Sammler-Maßkrug der Stadt sowie zahlreiche weitere Produkte zieren.
Schon im Publikumsvoting auf Platz zwei
In diesem Jahr wurden insgesamt 129 Entwürfe eingereicht, von denen 88 für das Online-Publikumsvoting zugelassen wurden. Die 30 bestbewerteten Motive legte man anschließend der Jury vor – ohne Angaben zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie ohne Kenntnis des Abstimmungsergebnisses aus dem Online-Voting. Der Entwurf von Huber erreichte dort bereits den zweiten Platz.
Teilnehmen konnten alle, die einen Plakatentwurf entsprechend der technischen und inhaltlichen Vorgaben hochgeladen hatten. Mitmachen durften sowohl professionelle Designerinnen und Designer als auch Autodidakten.

Den zweiten Platz belegte der Entwurf des Münchners Karl-Roland Hefter, den dritten das Motiv von Philipp Dauer aus München. Für den ersten Platz gibt es 2.500 Euro sowie 5.000 Euro Lizenzhonorar, für den zweiten Platz sind es 1.250 Euro und für den dritten Platz 500 Euro.

Das Oktoberfest, das als größtes Volksfest der Welt gilt, findet vom 19. September bis zum 4. Oktober auf der Münchner Theresienwiese statt.