Der Urlaub sollte die schönste Zeit des Jahres werden. Jetzt ist er für eine Familie aus Nürnberg in einer Tragödie geendet. Ihr neunjähriger Sohn wurde in Costa Vescovato im Piemont von einer Hornisse gestochen und starb an einem anaphylaktischen Schock. Eltern spenden Organe des Jungen.
Das Drama ereignete sich auf einem Bauernhof in der Gegend von Torona. Die Mutter des Kindes verbrachte hier in der Region einige Sommer in ihrer Kindheit und wollte mit ihrer Familie an die schönen Orte zurückkehren.
Alles geschah unglaublich schnell
Der Neunjährige spielte laut Polizeiberichten der Carabiniere am frühen Abend des 21. August auf einem Picknickplatz in der Nähe eines Stalls, wurde von einer Hornisse gestochen und erlitt aufgrund des Giftes für einige Augenblicke einen Herzstillstand. Die Eltern setzten sofort einen Notruf ab und begannen unter der Anleitung der Sanitäter mit der Reanimation.
Hirntod wurde im Krankenhaus festgestellt
Der eintreffende Notarzt konnte dann das Herz des Kindes nach einer Stunde wieder zum Schlagen bringen. Der Bub wurde intubiert und in das Krankenhaus in Alessandria gebracht. Hier konnte nur noch der Hirntod festgestellt werden. Die Eltern entschlossen sich dafür, dass sie Organe ihres Kindes gespendet werden sollen. Tausende Menschen warten auf ein Spenderorgan. Im vergangenen Jahr haben knapp 870 Menschen in Deutschland Organe gespendet.
NABU: Hornissen sind im Grunde nicht giftiger als Wespen oder Bienen, jedoch ist ihr Stachel länger und sie können daher mehr Gift abgeben. Der Bub reagierte vermutlich allergisch auf das Gift.
Hornissennester wurden zerstört
Der Bürgermeister der örtlichen Gemeinde kennt die Mutter des Kindes und ist schockiert. Der italienischen Nachrichten- und Presseagentur ANSA sagte er: „Wir haben das Genossenschaftsgebiet inspiziert und zwei Hornissennester und ein Wespennest zerstört, aber auf dem Campingplatz gab es keine Nester“.
(Quelle: La Stampa/ANSA)