Bekanntheit auf Höchststand Mehr als jeder Zweite kennt den Sperr-Notruf 116 116

Mehr als jeder Zweite kennt den Sperr-Notruf 116 116
Angesichts moderner Betrugs-maschen wie Phishing geht es allerdings längst nicht mehr nur ums Geld, sondern auch um den Schutz vor digitalem Identitätsdiebstahl. (Symbolbild: Getty Images/Stock-Fotografie)
WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Ob Kartenverlust oder Datenklau: Im Ernstfall entscheidet schnelles Handeln und das Wissen um den richtigen Schutz. Erstmals kennen über 50 Prozent der Bevölkerung in Deutschland den zentralen Sperr-Notruf 116 116*, wie eine aktuelle repräsentative Umfrage1 belegt. Damit hat sich die Bekanntheit des kostenfreien Services innerhalb der letzten fünf Jahre deutlich gesteigert (von knapp 40 Prozent im Jahr 2021).

Bundesweit können Verbraucher über die 116 116 rund um die Uhr Zahlungskarten sperren, wenn diese verloren gehen oder ein Betrugsverdacht besteht. Neben den Karten können auch das Online-Banking, der E-Personalausweis, SIM-Karten und weitere elektronische Berechtigungen gesperrt werden. Dass der Service unverzichtbar bleibt, belegen die Zahlen: Mit rund 1,6 Millionen Sperrungen im vergangenen Jahr bewegt sich die Nutzung weiterhin auf einem konstant hohen Niveau.

Schnelle Reaktion schützt nicht nur den Kontostand

„Ist die Karte weg, zählt jede Minute“, betont Sandra Königstein, Vorstands-vorsitzende des Sperr-Notruf 116 116 e.V. „Je schneller Betroffene reagieren, desto eher lassen sich finanzielle Schäden begrenzen. Angesichts moderner Betrugs-maschen wie Phishing geht es allerdings längst nicht mehr nur ums Geld, sondern auch um den Schutz vor digitalem Identitätsdiebstahl.“
Ergänzend zum telefonischen Sperr-Notruf steht die kostenfreie Sperr-App bereit. Nutzer können dort sensible Daten zu Karten, Ausweis und IBAN hochverschlüsselt hinterlegen, damit diese im Ernstfall sofort verfügbar sind. Praktisch: Je nach teilnehmendem Kreditinstitut lassen sich viele girocards direkt über die App sperren.

Über den Sperr-Notruf 116 116 e.V.:

Der Sperr-Notruf 116 116 e.V. wurde 2002 gegründet und erhielt 2004 das Nutzungsrecht an der Kurzrufnummer 116 116 von der Bundesnetzagentur. Bei Verlust verschiedener elektronischer Medien – wie girocards, Bank- und Kreditkarten, E-Personalausweis, Online- und Telebanking, Handys oder Mitarbeiterausweisen – können Verbraucher diese über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen.

Die Sperrung ist wichtig, da im Verlustfall sonst sowohl für den Herausgeber als auch für den Verbraucher finanzielle Schäden und datenschutz- oder datensicherheitsspezifische Gefahren drohen.
Seit 2005 ist die Sperrvermittlung 116 116 unterbrechungsfrei tätig.
Jährlich werden inzwischen rund 1,6 Millionen Sperrweiterleitungen veranlasst. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die Sicherheit elektronischer Berechtigungen zu fördern. Dazu sollen möglichst viele Herausgeber für die Teilnahme am Sperr-Notruf gewonnen werden. So haben Verbraucher im Notfall eine zentrale, innerhalb Deutschlands gebührenfreie Nummer, um diverse elektronische Medien rund um die Uhr in einem Schritt sperren zu lassen.

* Der Service des Sperr-Notrufs ist kostenlos. Auch der Anruf bei der 116 116 aus dem deutschen Festnetz ist gebührenfrei. Aus dem Mobilnetz und aus dem Ausland können Gebühren anfallen.
1: telquest im Auftrag der EURO Kartensysteme: Bekanntheit Sperr-Notruf 116 116, repräsentative Online-Umfrage, Februar 2026, 1.035 Befragte.

(Quelle: Pressemeldung des Sperr-Notrufs 116 116)