Börsen unter Druck Iran-Krieg lässt Aktienmarkt einknicken – Gold gefragt

Iran-Krieg lässt Aktienmarkt einknicken – Gold gefragt
Börsensaal in Frankfurt: Weltweit geraten die Aktienmärkte unter Druck wegen des Iran-Kriegs. (Bild: Boris Roessler/dpa)
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Deutsche Presse-Agentur
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Die Zuspitzung im Iran-Konflikt sorgt für Nervosität an den Finanzmärkten. Während der Dax deutlich nachgibt, ziehen die Preise für Öl und Gas kräftig an. Entscheidend dürfte nun sein, wie lange der Krieg andauert.

Die Eskalation im Nahen Osten verunsichert Anleger weltweit. Vor allem die steigenden Energiepreise bereiten Sorge, da der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt ist. Die Meerenge gilt als zentrales Nadelöhr des globalen Energiehandels – mit entsprechendem Risiko für die Weltwirtschaft.

Der deutsche Leitindex Dax verlor am Montag zunächst rund 2,3 Prozent beziehungsweise mehr als 500 Punkte, konnte die Verluste später jedoch etwas begrenzen. Besonders stark unter Druck gerieten Aktien von Chemieunternehmen und Touristikfirmen. Der Reiseverkehr im Nahen Osten ist weitgehend zum Stillstand gekommen: Der Luftraum ist großflächig gesperrt, Flüge finden nicht statt, auch Kreuzfahrtschiffe bleiben im Hafen.

Viele Investoren flüchten angesichts der Unsicherheiten in Gold. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) stieg deutlich und näherte sich mit knapp 5.400 Dollar wieder dem Rekordwert von fast 5.600 Dollar, der Ende Januar erreicht worden war. Auch Silber verteuerte sich. US-Präsident Trump geht davon aus, dass der Krieg mit dem Iran noch vier Wochen dauern könnte. Da sich die Angriffe der USA und Israels zuvor abgezeichnet hatten, blieb eine Panikreaktion an den Märkten bislang aus.

Wie stark die wirtschaftlichen Folgen ausfallen, hängt laut Experten maßgeblich von der Dauer des Konflikts ab. «Bleibt es bei einem kürzeren Konflikt, werden die wirtschaftlichen Folgen jedenfalls begrenzt bleiben», sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank.

Energiepreise steigen deutlich

Der europäische Gaspreis legte zum Wochenstart um rund 25 Prozent zu. Dennoch bewegt sich Erdgas damit lediglich auf dem Niveau vom Januar, als kalte Temperaturen und relativ niedrige Speicherstände die Preise nach oben getrieben hatten.

Auch die Ölpreise zogen in der Nacht zum Montag stark an. Brent-Öl aus der Nordsee erreichte zeitweise den höchsten Stand seit Juli 2024, US-Rohöl den höchsten Wert seit Juni 2025. Anschließend gaben die Notierungen wieder etwas nach. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) Brent 78,30 Dollar, US-Öl 71,71 Dollar – jeweils rund sieben Prozent mehr als vor dem Wochenende.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.