Das Versprechen von Elektro-Motorrädern

Das Versprechen von Elektro-Motorrädern
Anders als klassische Motorräder mit Verbrennungsmotoren besitzen Elektro-Motorräder einen Elektromotor, der von einem Akkupack beziehungsweise einer Batterie gespeist wird. (Bild: Pixabay)

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In unserer modernen Welt spielen die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine immer größere Rolle. Umweltbewusstsein und beliebte Tätigkeiten, wie zum Beispiel Motorradfahren, müssen sich jedoch nicht zwangsläufig ausschließen. Hier erweist sich das Elektro-Motorrad als eine sinnvolle Lösung für die Zukunft. Diese modernen Fahrzeuge stellen eine Alternative zu herkömmlichen Motorrädern mit Verbrennungsmotoren dar. Warum das so ist und wie man sich die Vorteile der Elektro-Motorräder im Alltag zunutze machen kann, erklären wir im folgenden Beitrag.

Was ist ein Elektro-Motorrad?

Anders als klassische Motorräder mit Verbrennungsmotoren besitzen Elektro-Motorräder einen Elektromotor, der von einem Akkupack beziehungsweise einer Batterie gespeist wird. Durch das Aufladen der Batterie wird die Energie für den Elektromotor bereitgestellt.

Da sich die Technologie der Elektro-Motorräder in den vergangenen Jahren rasch entwickelt hat, entscheiden sich bereits heute viele Menschen für den Kauf eines solchen Motorrades. Im Folgenden beleuchten wir die Vor- und Nachteile im Detail.

Auch beim Fahren des Elektro-Motorrads gilt: Die passende Schutzausrüstung ist hier unumgänglich. Integralhelme für Stadtfahrer gibt es zum Beispiel bei “FC-Moto”. Der Einzel-, Online- und Großhändler wurde 1996 in Aachen gegründet und hat heute einen weltweiten Kundenstamm.

Vorteile von Elektro-Motorrädern

Trotz dessen, dass es bei E-Motorrädern noch ein paar Einschränkungen gibt, finden diese immer mehr Zuspruch. Beliebt sind sie vor allem deswegen, weil sie eine Kombination aus leichtem Fahrzeug und starkem Elektromotor darstellen. Dadurch ist eine beachtliche Beschleunigung möglich. Weitere Vorteile, die Elektro-Motorräder in puncto Mobilität zu bieten haben, sind:

  • kein Schalten notwendig: So kann ohne Unterbrechung bis zur Höchstgeschwindigkeit beschleunigt werden.
  • Nachhaltigkeit: Hierbei kommt es in erster Linie darauf an, woher der Ladestrom stammt. Einen großen Beitrag zur Umwelt leistet man, wenn man das Elektro-Motorrad mit reinem Ökostrom auflädt.
  • erheblich niedrigere Betriebsgeräusche: Die Umwelt wird durch weniger Lärm belästigt, was besonders bei Fahrten durch die Stadt hervorzuheben ist.
  • erhöhte Verkehrssicherheit: Weder Kuppeln noch Schalten ist beim E-Motorrad notwendig. Dadurch können sich vor allem Anfänger/innen besser auf den Straßenverkehr konzentrieren.
  • vergleichsweise niedrige Unterhaltskosten: Akkuladungen sind im Vergleich zum Erwerb von Kraftstoff sehr günstig, wovon zum Beispiel Pendler, die täglich mit dem Motorrad zur Arbeit fahren möchten, sehr profitieren. Auch der Verschleiß, wie z.B. an den Bremsen, fällt hier wesentlich geringer aus. Niedrige Beiträge in der Motorradversicherung sowie eine zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer machen den Kauf des Elektro-Motorrads sehr attraktiv.

Einschränkungen beim Elektro-Motorrad

Ob man sich ein Elektro-Motorrad zulegt oder nicht, ist natürlich immer individuell abzuwägen. Mögliche Einschränkungen ergeben sich zum Beispiel aus:

  • Speicherkapazität heutiger Akkus: Auch wenn sich die Reichweiten in den vergangenen Jahren bereits vergrößert haben, kann dies eine Einschränkung darstellen. Je nach Modell und Hersteller ist es möglich, Distanzen von etwa 50 bis 200 Kilometer pro Akkuladung zurückzulegen.
  • Ladedauer: Einen Akku aufzuladen, dauert viel länger als das Befüllen des Tanks an einer Tankstelle. Es ist deswegen nicht möglich, lange Strecken ohne große Unterbrechungen zurückzulegen.
  • anderer Sound: Da E-Motorräder keinen Kraftstoff verbrennen, sind sie leiser als konventionelle Motorräder. Deswegen kommt es nicht zum typischen Sound, den manche Motorradfahrer bevorzugen.

Sind Elektro-Motorräder sicher?

Wie bei jedem motorisierten Fortbewegungsmittel sollte auch bei Elektro-Motorrädern immer die Sicherheit an erster Stelle stehen. Wie sicher ein Elektro-Motorrad ist, hängt in erster Linie von der Ausrüstung des Fahrers oder der Fahrerin ab. Diese Aspekte sollten beim Fahren unbedingt beachtet werden:

  • Schutzausrüstung: Als Motorradfahrer/in sollte man stets die richtige Schutzausrüstung tragen. Dazu gehören neben einem Helm für den Kopf auch Handschuhe, Jacke, Hose und Stiefel, die im Falle eines Unfalls vor Verletzungen schützen.
  • Fahrertraining: Bevor man auf ein Elektro-Motorrad steigt, sollte man ein Fahrsicherheitstraining absolvieren, was dabei helfen kann, das Elektro-Motorrad besser kennenzulernen.
  • Alters- und Leistungsbeschränkungen einhalten: In vielen Ländern herrschen Alters- und Leistungsbeschränkungen für das Fahren mit Elektro-Motorrädern. Diese sollte man unbedingt einhalten, um die Sicherheit zu gewährleisten.
  • Sicherheitsmerkmale und -funktionen am Elektro-Motorrad: Damit sind zum Beispiel Antiblockiersysteme (ABS) und Traktionskontrolle gemeint.
Ein Helm schütz den Kopf beim Motorradfahren.
Ein Helm schütz den Kopf beim Motorradfahren. (Bild: Pixabay)

Sind Elektro-Motorräder für lange Strecken geeignet?

Elektro-Motorräder eignen sich bisher eher für kleinere Strecken. Selbst Tagestouren von mehr als 200 Kilometern können ein Problem darstellen, da der Akku das E-Motorrad nicht so weit bringt und es zudem recht lange Ladezeiten gibt. Eine gute Möglichkeit, um dem entgegenzuwirken, ist zum Beispiel die Anschaffung einer 6-kW-Schnellladefunktion.

Das Fazit: Elektro-Motorräder als umweltfreundliche Alternative

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Elektro-Motorräder gegenüber herkömmlichen Motorrädern viele Vorteile besitzen. Sie sind ökologisch, leise und komfortabel und dabei kosteneffizient, flexibel und fortschrittlich. Beim Thema Sicherheit kommt es unter anderem auf die Ausstattung des Motorrads, aber auch auf die Ausrüstung von Fahrer oder Fahrerin an. So sind vor allem ein Schutzhelm, Handschuhe und die Jacke zum Schutz während der Fahrt äußerst sinnvoll.

Letztlich entscheidet in erster Linie der Einsatzzweck darüber, ob sich die Anschaffung eines Elektro-Motorrades lohnt. Wer häufig weite Strecken zurücklegen möchte, ist mit einem klassischen Motorrad womöglich besser bedient. Möchte man hingegen vorrangig kurze Strecken fahren, kann man bereits heute von einem Elektro-Motorrad profitieren.