Die Einsatzkräfte retteten bei strömendem Regen in einer aufwendigen Nachtaktion zwei unterkühlte Wanderer beim Erzwiessee (Salzburger Land). Die Männer waren schlecht ausgerüstet und total durchnässt.
Der Einsatz der war wegen der Dunkelheit und der widrigen Wetterverhältnisse sehr herausfordernd, so die Bergrettung Bad Hofgastein. Zwei Männer aus Tschechien, zirka 25 Jahre alt, hatten sich in der Goldberggruppe verirrt. Beim Erzwiessee (2.174 m) setzten sie per Handy einen Notruf ab und übermittelten ihre Standortdaten.
12 Bergretter müssen durch wegloses Gelände
Wegen des starken Regens war eine Bergung per Hubschrauber nicht möglich. Daher rückten 12 Bergrettungskräfte bei Regen und einsetzender Dunkelheit aus. Sie fuhren mit einem Quad und Geländewagen auf die Schattbachalm im Angertal. Von dort gingen sie zu Fuß weiter. Weil es stark regnete, war das Weiterkommen in dem teils weglosen Gelände trotz Stirnlampen nicht einfach. Über einen Jagersteig gelangten sie schließlich zu einer Jagdhütte, vor der die beiden unverletzten Männer auf Hilfe.

„Sie waren durchnässt, unterkühlt und sehr dankbar, dass wir sie gefunden haben“, so Einsatzleiter Roman Brandstetter. Wie sich herausstellte, waren die beiden schon den ganzen Tag unterwegs. Sie starteten ihre Tour in Sportgastein, wanderten über die Miesbichlscharte (2.237) Richtung Erzwiessee, wo sie in einem Zelt übernachten wollten. Sie orientierten sich anhand einer Sportler-App. Der eingezeichnete Track führte oft über wegloses Gelände.
Für die Tour viel zu schlecht ausgerüstet
Beide Männer waren schlecht ausgerüstet gewesen, so die Bergretter. Schuhwerk, Kleidung, Ausrüstung und auch das Zelt waren für diese Tour nicht geeignet. Gemeinsam mit den Bergrettern stiegen sie noch in der Nacht zur Schattbachalm ab, von dort wurden sie mit den Fahrzeugen ins Tal gebracht. Die Bergrettung organisierte noch eine Unterkunft für die beiden in Bad Hofgastein.
(Quelle: Bergrettung Bad Hofgastein)