Starker Auftritt in Dresden

Starker Auftritt in Dresden
Stürmer Sebastian Hon im verbissenen Zweikampf vor dem Dresdner Tor. (Bild: F. Enderle)
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Redaktion

Dank einer starken Defensivleistung und dem Doppelschlag im zweiten Spieldrittel haben die Towerstars einen verdienten 3:0 Erfolg in Dresden eingefahren.

Ravensburg – Die Towerstars hatten nach gewonnenem Anspielbully zwar schnell Präsenz im gegnerischen Drittel, alsbald sollte das Team von Coach Rich Chernomaz aber selbst Bedrängnis drohen. Robbie Czarnik musste ein Notfoul ziehen, als ein Dresdner Stürmer frei in Richtung Tor ziehen konnte. Die fällige Unterzahl überstanden die Towerstars aber schadlos, mitunter wurden die Passwege sehr gut zugestellt und was an Distanzschüssen auf das Ravensburger Tor kam, stellte Olafr Schmidt nicht vor Probleme. Fast hätte Robbie Czarnik von der Strafbank kommend sogar die Führung erzielt, nach dem Ausspielen des Torhüters war der Winkel allerdings zu spitz.

Gute Defensivarbeit zeigten die Towerstars auch nach einer Strafzeit gegen Sören Sturm in der 7. Minute, erneut hielt sich die Zahl der gefährlichen Schüsse deutlich in Grenzen. Wieder komplettiert, übernahmen die Oberschwaben einige Minuten lang das Spiel, allerdings waren die Räume auch vor dem Dresdner Tor eng und Nachschüsse wurden von den Gastgebern konsequent weggeräumt. Die Schlussminuten des Startdrittels kippten dann aber auf die Seite der Hausherren. Einen starken Fanghand-Save zeigte Olafr Schmidt, als Nick Huard völlig frei aus fünf Metern zum Abschluss kam, auch gegen Elvyis Biezais 50 Sekunden vor dem ersten Pausengong blieb der Ravensburger Keeper Sieger.

Im zweiten Spieldrittel legten die Oberschwaben eine Schippe an Tempo drauf und die Dresdner Eislöwen zogen unter dem Druck in der 24. Minute prompt eine Strafzeit. Dies ging allerdings nicht über die volle 2-Minuten Distanz, denn Andreas Driendl traf mit einem schönen Flachschuss ins lange Eck zum 0:1. Der blitzsaubere Pass aus der eigenen Zone kam von James Bettauer, der die allgemeine Verwirrung nach einem hohen Stock samt Dresdner Wechselfehlers ausnutzen konnte. Die Führung sorgte für noch mehr Schwung im Ravensburger Spiel und nur 36 Sekunden später erhöhte Robbie Czarnik auf 0:2. Diesmal spielte die erste Sturmreihe eine Kombination eiskalt zu Ende. Dresden kam zwar in den Folgeminuten zu einigen guten Szenen in der Towerstars Zone, insgesamt gehörte das zweite Drittel aber klar den Oberschwaben.

Dass die Eislöwen sofort nach Wiederanspiel auf den Anschlusstreffer und die potenzielle Wende drängen würden, war freilich keine Überraschung. Doch wie schon in den beiden Abschnitten zuvor waren das effektive Vorchecking und die gewonnenen Zweikämpfe in der neutralen Zone ein Garant dafür, dass sich die Anzahl der Dresdner Einschussmöglichkeiten in Grenzen hielten. Die verstärkten Angriffsbemühungen der Hausherren eröffneten auf der Gegenseite auch die Chancen auf Konter der Towerstars.

In der Schlussphase der Partie kam das Team von Coach Rich Chernomaz zwar nochmals kurz in Bedrängnis, als Dresdens Coach Rico Rossi bereits drei Minuten vor Ende den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis holte. Die Betonung „kurz“ bekam dabei die klare Betonung, denn 85 Sekunden vor Schluss luchste Yannick Drews einem Dresdner den Puck schon beim Aufbau ab und schob zum 0:3 ein. Damit war ein verdienter Auswärtssieg unter Dach und Fach.